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Nach Corona-Minus: ZF stellt sich für die Zukunft auf

Die Corona-Pandemie hat auch den Technologiekonzern ZF und dessen Zahlen stark beeinflusst. Wie der Konzern jetzt bekanntgab, lag der Umsatz im Jahr 2020 mit 32,6 Milliarden Euro um elf Prozent unter dem Vorjahreswert von 36,5 Milliarden Euro.

Nach Corona-Minus: ZF stellt sich für die Zukunft auf
mid Groß-Gerau - Der Umsatz des Technologiekonzerns ZF im Jahr 2020 lag um elf Prozent unter dem Vorjahreswert. ZF


Die Corona-Pandemie hat auch den Technologiekonzern ZF und dessen Zahlen stark beeinflusst. Wie der Konzern jetzt bekanntgab, lag der Umsatz im Jahr 2020 mit 32,6 Milliarden Euro um elf Prozent unter dem Vorjahreswert von 36,5 Milliarden Euro.

Das bereinigte EBIT betrug 1,0 (2019: 1,5) Milliarden Euro; die bereinigte EBIT-Marge lag bei 3,2 (2019: 4,1) Prozent. Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf minus 741 Millionen Euro. Gleichzeitig aber hat ZF neue Kundenaufträge in zukunftsweisenden Technologiefeldern erhalten, die die ZF-Strategie "Next Generation Mobility" bestätigen und zukünftiges Wachstum sichern. Der Blick in die Zukunft ist deshalb zuversichtlich.

"2020 war ein ambivalentes Jahr. Doch wir haben gemeinsam die Krise gemeistert, den Wandel des Unternehmens weiter vorangebracht und uns substanzielle neue Aufträge in den strategisch wichtigen Feldern der Zukunftstechnologien gesichert", sagte der Vorsitzende des Vorstands von ZF, Wolf-Henning Scheider, am Donnerstag bei der Bilanzvorlage.

Besonderes Gewicht hatten die Gründung der Division Electrified Powertrain Technology und die Integration des Nutzfahrzeug-Technologieunternehmens Wabco ebenso wie der Start eines neuen Software-Centers und der Vertrieb eigenständiger Software-Lösungen. "Wir sind gut positioniert, um unseren Kunden das gesamte Spektrum der E-Mobilität aus einer Hand für alle Mobilitätsanwendungen anzubieten", sagte Scheider.

Bis Ende 2020 hat ZF Aufträge für elektrische Antriebskomponenten mit einem Umsatzvolumen von 14 Milliarden Euro für die nächsten Jahre gewonnen; dieser positive Trend hat sich in den ersten Monaten dieses Jahres mit weiteren neuen Aufträgen fortgesetzt.

Das am 29. Mai 2020 übernommene Nutzfahrzeug-Technologieunternehmen Wabco, dessen Zahlen für den Zeitraum von sieben Monaten im Konzernabschluss enthalten sind, soll bis zum Ende dieses Jahres mit der bestehenden ZF-Division Nutzfahrzeugtechnik vereinigt werden. Die langfristige strategische Neuausrichtung von ZF wird nun in den Bereichen Elektronik, Software und autonomes Fahren weiter forciert.

Angesichts dieser langfristig orientierten strategischen Neuausrichtung, dem Ausbau zukunftsgerichteter Technologiefelder sowie der 2020 neu erhaltenen Aufträge blickt ZF zuversichtlich in die Zukunft. Auf Basis der zu erwartenden weiteren Erholung der Weltwirtschaft und der aktuellen Einschätzungen für die einzelnen Divisionen geht ZF davon aus, in diesem Jahr voraussichtlich einen Umsatz zwischen 37 und 39 Milliarden Euro zu erwirtschaften.

Die Zeiten sind aber weiterhin ungewiss. Auswirkungen auf die Prognose im Hinblick auf Unsicherheiten bedingt durch die Covid-19-Pandemie sowie den Umfang und die Dauer entsprechender Lockdowns können deshalb nicht ausgeschlossen werden. Die aktuellen Lieferengpässe elektronischer Mikrochips stellen für die Zulieferindustrie insgesamt und auch für ZF eine Herausforderung dar. Ihre Auswirkungen auf das Gesamtjahr 2021 können derzeit noch nicht eingeschätzt werden.

Andreas Reiners / mid

Der Artikel "Nach Corona-Minus: ZF stellt sich für die Zukunft auf" wurde in der Rubrik AKTUELLES mit dem Keywords "Technik, Elektromobilität, Zulieferer, Wirtschaft, Corona-Krise, Prognose" von "Andreas Reiners" am 18. März 2021 veröffentlicht.

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