Zweirad

Strom bis 45 Sachen: Neun S-Pedelecs im Test

Der Schweizer Automobilclub TCS hat neun schnelle S-Pedelecs unter die Lupe genommen und intensiv getestet. Diese Zweiräder fahren mit Motorunterstützung bis zu 45 km/h und ermöglichen es Pendlern, auch längere Strecken zu bewältigen.


Der Schweizer Automobilclub TCS hat neun schnelle S-Pedelecs unter die Lupe genommen und intensiv getestet. Diese Zweiräder fahren mit Motorunterstützung bis zu 45 km/h und ermöglichen es Pendlern, auch längere Strecken zu bewältigen. Doch wie schaut es mit Fahreigenschaften, Handhabung, Antriebssystem, Bremsen und Beleuchtung und Qualität aus? Das Gesamtergebnis fällt weitgehend positiv aus.

In Deutschland wurden 2020 laut Zweirad-Industrie-Verband rund 9.800 S-Pedelecs verkauft, bei unseren Schweizer Nachbarn waren es 25.400. Mit ein Grund: Bei uns ist es beispielsweise verboten, damit Radwege zu nutzen, auch außerorts. Außerdem braucht ein S-Pedelec ein Versicherungskennzeichen und der Nutzer damit den Führerschein der Klasse AM. Außerdem ist ein geeigneter Schutzhelm vorgeschrieben. Immerhin darf ein S-Pedelec seit Juli 2021 bereits mit 15 Jahren gefahren werden.

Die Kandidaten schlugen sich generell wacker, die Tester konnten acht Mal die Note "gut" vergeben, nur ein Rad wurde mit "befriedigend" bewertet. Testsieger ist das Charger3 Mix Touring HS 2022 von Riese & Müller. Dessen gute Ausstattung und hoher Fahrkomfort konnten überzeugen, außerdem verfügt das Bike über gute Bremsen und sehr gute Beleuchtung, inklusive Fern- und Bremslicht.

Letztplatzierter ist das X-Speed von Klever. Das vom Design her auffälligste S-Pedelec zeigt Schwächen bei der Motorunterstützung. Der Antrieb setzt verzögert ein und hat einen langen Nachlauf. Die Anfahrt an einem steilen Berg gelingt nur mit Mühe, die Bremsen liegen nicht auf dem Niveau der restlichen Modelle im Test und der riesige Akku lässt sich dem S-Pedelec nur mühsam entnehmen.

"Generell zeigt der Test, dass die S-Pedelecs vor allem für Pendelstrecken bis 20 Kilometer einfach gut geeignet sind", so der ADAC. Diese Distanz lasse sich ohne übermäßige körperliche Anstrengung bewältigen. Akku-Reichweiten von 50 Kilometern wären für eine optimale Nutzung von Vorteil, um auch genügend Strom für den Rückweg zu haben. Für Fahrten ausschließlich im städtischen Umfeld kann den Testergebnissen nach ein maximal bis 25 km/h unterstützendes E-Bike durch das ständige Stop-and-Go ähnlich schnell sein, bei deutlich geringeren Anschaffungskosten. Ein S-Pedelec hat seinen Preis: Die günstigsten Modelle im Test kosten ab 4.200 Euro.

Ein wichtiger Hinweis: Wer sich ein S-Pedelec kaufen möchte, sollte unbedingt sein Fahrprofil und die geplante Nutzung beachten. So sind etwa Anhänger für Kinder nicht für die 45-km/h-Flitzer zugelassen.

Der Artikel "Strom bis 45 Sachen: Neun S-Pedelecs im Test" wurde in der Rubrik AKTUELLES mit dem Keywords "Zweirad, S-Pedelec, Test, Ratgeber" von "Rudolf Huber" am 4. April 2022 veröffentlicht.

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