So klappt es mit dem Wintercamping

Wintercamping ist nichts für Warmduscher - sollte man meinen. Doch mit der richtigen Ausstattung kann es trotz Minusgraden zum echten Highlight werden. Damit die Laune nicht einfriert, ist aber einiges zu beachten.

So klappt es mit dem Wintercamping
mid Groß-Gerau - Immer mehr Wohnmobil- und Gespannfahrer entdecken Wintercamping für sich. ADAC / Regina Ammel


Wintercamping ist nichts für Warmduscher - sollte man meinen. Doch mit der richtigen Ausstattung kann es trotz Minusgraden zum echten Highlight werden. Dabei ist aber einiges zu beachten, damit die Laune nicht einfriert.

Los geht es schon mit dem Winter passenden Campingplatz, und da ist die Auswahl in der kalten Jahreszeit stark begrenzt. Weil laut der Experten des Versicherers ARAG die Beliebtheit vom Wintercamping zunimmt, kann es also eng werden. Eine frühzeitige Reservierung ist also höchst empfehlenswert. Beheizte Sanitäranlagen und - wenn die Wintercamper auch Skifahren wollen - Trockenräume für die Ausrüstung sind essenziell. Für die Dinge des täglichen Lebens ist ein gut erreichbarer Supermarkt wichtig. Idealerweise hat der Campingshop ganzjährig geöffnet, so dass man das Fahrzeug auch bei extremem Winterwetter nicht bewegen muss.

Die Auswahl an Wohnwagen und Wohnmobilen ist im Winter deutlich eingeschränkt. Daher ist eine frühzeitige Reservierung empfehlenswert. Ehe es auf große Fahrt geht, sollten vor allem ungeübte Wohnmobil- oder Wohnwagen-Fahrer eine Probefahrt oder noch besser ein Fahrsicherheitstraining absolvieren, denn Eis und Schnee sind selbst für Profis eine Herausforderung. Auch das Ein- und Ausparken sowie das Rangieren auf engeren Plätzen ist kein Kinderspiel.

Zudem sollte man nie ohne Winterreifen reisen. Für Zugfahrzeuge und Wohnmobile sind sie sogar zwingend notwendig, für Wohnwagen hingegen herrscht - zumindest in Deutschland - keine Winterreifenpflicht. Die empfohlene Profiltiefe liegt bei vier bis fünf Millimetern, in Österreich ist eine Mindestprofiltiefe von vier Millimetern gesetzlich vorgeschrieben.

Schneeketten sollten bei der winterlichen Grundausstattung eines Wintercaravans nicht fehlen. Deren Handhabung sollte allerdings vorab geübt werden, dann sitzen die Handgriffe auch bei winterlicher Kälte. Bei Fahrzeugen mit Heckantrieb gehören die Schneeketten nach hinten, bei Frontantrieblern und Allradfahrzeugen müssen sie vorne montiert werden.

Und hier noch einige Praxistipps des ADAC:

- Schnee- und eisfreien Stellplatz suchen. Ist der Stellplatz schlecht gewählt, können Caravan und Wohnmobil kippen, wenn Tauwetter einsetzt.

- Ausreichend große Bretter unter das Deichselrad des Wohnwagens sowie unter die Hubstützen legen. Auch sie schützen vor dem Einsinken, wenn der Boden aufweicht.

- Handbremse lösen, sobald das Campingfahrzeug aufgebockt ist. So friert sie nicht fest. Plastiktüten über Handbremshebel und Auflaufeinrichtung ziehen; sie schützen gegen Vereisung.

- Stromkabel so verlegen, dass sie weder am Boden festfrieren, noch vom Schneepflug beschädigt werden können.

Der Artikel "So klappt es mit dem Wintercamping" wurde in der Rubrik AKTUELLES mit dem Keywords "Camping, Winter, Wohnmobil, Wohnwagen, Ratgeber" von "Rudolf Huber" am 3. Januar 2022 veröffentlicht.

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