Automobil

Alles Gold was glänzt: Toyotas Goldene Woche

Der Motor-Informations-Dienst (mid) wurde im Zuge der 'Goldenen Woche' von Toyota in die ländliche Gegend rund um Bad Sobernheim geladen, um die Möglichkeit zu nutzen, diverse Modelle aus dem aktuellen Portfolio in Anschein zu nehmen.
Eines vorweg: Die Entscheidung galt einem Pärchen, das unterschiedlicher nicht sein könnte.

10Alles Gold was glänzt: Toyotas Goldene Woche
mid Bad Sobernheim - Die ehemalige Damen-Rallye-Weltmeisterin Isolde Holderied hat drei Toyota GR Yaris im Gepäck. Mike Neumann / mid


Der Motor-Informations-Dienst (mid) wurde im Zuge der "Goldenen Woche" von Toyota in die ländliche Gegend rund um Bad Sobernheim geladen, um die Möglichkeit zu nutzen, diverse Modelle aus dem aktuellen Portfolio in Anschein zu nehmen.
Eines vorweg: Die Entscheidung galt einem Pärchen, das unterschiedlicher nicht sein könnte.

Widrigen Witterungsverhältnissen in Form von Starkregen am Vormittag, die eigentlich kontraproduktiv zum Autofahren geeignet sind, entgegnete der Autor mit einer Testfahrt mit dem Pickup Toyota Hilux Double Cab 2.8 D-4D AT in der Topmotorisierung und Ausstattungsvariante Invincible.

Das komplett neue 2,8-Liter 4-Zylinder Turbodiesel-Aggregat leistet hier 204 PS und 500 Nm Drehmoment, das zwischen 1.600 - 2.800 U/min anliegt, und schiebt den 2.090 bis 2.300 Kilogramm schweren Truck mit 6-Gang-Wandler-Automatikgetriebe in 10,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit beläuft sich auf 175 Kilometer. Der Tank fasst 80 Liter Diesel, was bei einem kombinierten Verbrauch von 7,3 bis 7 Liter auf 100 Kilometer im Idealfall eine Reichweite von knapp über 1.000 Kilometern bedeutet.

Der Pickup ist auf einem Leiterrahmen aufgebaut, der eine hohe Robust- und Verwindungssteifigkeit im Gelände verspricht. Durch Anpassungen an Stoßdämpfern und Servolenkung konnte der Komfort auch hinsichtlich der Alltagsstraßentauglichkeit verbessert werden. Verschiedene Antriebsmodi lassen sich via Drehschalter neben dem Lenkrad einstellen. Standardmäßig startet man im Heckantriebmodus, zwei Allradantriebsoptionen können ebenso ausgewählt werden wie die Fahrmodi in Form von Standard, ECO oder PWR.

Maximal 3,5 Tonnen (gebremst) darf der Toyota Hilux mit einer optionalen Anhängerkupplung ziehen, die zulässige Zuladung liegt beim Double Cap bei 985 Kilogramm, 50 Kilogramm dürfen weiterhin auf dem Dach montiert werden. Die Stützlast wird mit 130 Kilogramm angegeben, was bedeutet dass auch Fahrradträger und drei schwere E-Bikes unproblematisch an Bord passen.

Im übersichtlichen Innenraum wird der Pilot von einem neuen 8 Zoll großen Touchfähigen Infotainment-System begrüßt, das DAB-fähiges Radio spielt (optional aus einer JBL Anlage), Apple Car Play und Android Auto sind ebenfalls verfügbar. Zwischen zwei klassischen analogen Rundinstrumenten informiert noch ein kleiner konfigurierbarer Bildschirm zum Beispiel über den Verbrauch oder die Außentemperatur. Preislich startet der Double Cap bei 43.674 Euro, das Testfahrzeug lag bei 52.940,80 Euro.

Nach knappen zwei Stunden Ausfahrt und sicherer Rückkehr zum Startpunkt steht der nächste Programmpunkt an. Das Wetter hat sich in der Zwischenzeit beruhigt, was liegt also näher als den Toyota Yaris im Triwo Testcenter in Pferdsfeld über den Handlingparcours zu schicken? Also nicht den "normalen" Yaris, bei Rennstrecke schießt einem sofort der Name GAZOO RACING in den Kopf. Vor Ort begrüßt uns die ehemalige Damen-Rallye-Weltmeisterin Isolde Holderied, im Gepäck: drei Toyota GR Yaris - es verspricht ein spaßiger Nachmittag zu werden!

Mit dem normalen Toyota Yaris hat das Homologations-Fahrzeug des WRC Rallye Yaris (25.000 Einheiten müssen hierzu mindestens produziert werden, um nicht als Prototyp zu gelten) nur noch wenig gemeinsam, es reduziert sich auf die Scheinwerfer vorne und hinten, die Spiegel und die Heckflossenantenne. Der Rest des Fahrzeugs wurde komplett neu entwickelt.

In den WRC Regelungen heißt es, es dürfe keine Aerodynamik an den Hintertüren angebracht werden, also wurde diese zweckmäßig wegrationalisiert. Es handelt sich hier nicht um ein Fünf-, sondern um ein Dreitüriges Performancefahrzeug aus dem Kleinwagensegment. Die Drei begegnet uns dann noch im Motorraum - 192 kW/261 PS und maximal 360 Nm Drehmoment zwischen 3.000 - 4.600 U/min leistet der 1,6 Liter-Reihen-Dreizylinder Turbobenziner, das macht ihn zum aktuell stärksten Motor seiner Klasse. Die Höchstgeschwindigkeit wird elektronisch bei 230 km/h begrenzt, geschaltet wird hier klassisch per 6-Gang-Handschaltung. Der Schaltknauf liegt 55 Millimeter höher und somit näher am Lenkrad als im normalen Yaris, die Schaltwege sind kurz und knackig.

Das Auto ist 55 Millimeter länger, 60 Millimeter breiter und 45 Millimeter flacher als der normale Yaris, an der tiefsten Dachstelle sind es sogar 95 Millimeter. Zwei Endrohre links und rechts komplettieren das sportliche Bild. Diverse Leichtbaukomponenten wie ein Dach aus Kohlefaser, Türen, Motorhaube und Heckklappe aus Aluminium reduzieren das Leergewicht auf 1.280 kg, dies ergibt ein Leistungsgewicht von 4,9 Kilogramm pro Pferdestärke und beschleunigt den GR Yaris in 5,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h.

Um diese Leistung auch auf die Straße zu bekommen, ist der GR Yaris mit dem GR-Four genannten Allradsystem ausgestattet und steht auf geschmiedeten 18 Zoll Alufelgen, der Wenderadius liegt bei 10,6 Metern. Die Achskraftverteilung lässt sich via Drehknopf im Innenraum regulieren. Im normalen Modus landen 60 Prozent der Kraft auf der Vorder- und 40 Prozent auf der Hinterachse, im Trackmodus liegt die Verteilung bei 50/50 und im Sportmodus gehen 70 Prozent der Kraft an die Hinter- und 30 Prozent an die Vorderachse. Die Hinterachse entkoppelt sich übrigens automatisch, falls man den Handbremshebel zieht. Zusätzlich gibt es noch ein High Performance Paket, welches ein Torsen-Sperrdifferential an beiden Achsen hinzufügt um die Kurvenlage und den Grip noch weiter zu verbessern.

Im Innenraum findet sich viel Kunststoff und einige Velour/Alcantara Applikationen, außerdem das typische Touch-Infotainment-System, welches teilweise über das runde Multifunktionslenkrad bedient werden kann. Zwei klassische Rundinstrumente und ein kleines Infodisplay dazwischen gibt es zusätzlich. Die Sitzposition in den vorderen bequemen Sportsitzen ist gefühlt etwas hoch, auf der Rückbank geht es mit der Beinfreiheit gerade so, durch das tief gezogene Dach wird es aber für den Kopf knapp.

Nach ein paar Runden über die Handlingstrecke wird schnell klar, wir haben es hier mit einer kompromisslosen Fahrspaßmaschine zu tun. Die sehr präzise Lenkung kombiniert mit den gut zupackenden Bremsen, Grip ohne Ende und die Motorisierung in Kombination mit der knackigen Handschaltung - hier darf jeder Motorsportfreund gerne mal einen Blick riskieren. In der Preisregion, in der Toyota den GR Yaris anbietet, gibt es aktuell wenige Konkurrenten.

Der Basislistenpreis beträgt 33.200 Euro. Mit Sonderausstattung (High-Performance Paket, Farbe Karminarot-Metallic und Alcantara-Leder) kostet der Testwagen 38.690 Euro.

Mike Neumann / mid

Der Artikel "Alles Gold was glänzt: Toyotas Goldene Woche" wurde in der Rubrik NFZ & FUHRPARK mit dem Keywords "Automobil, Importeur, Fahrbericht, Pick-up, Rennstrecke, Praxistest" von "Mike Neumann" am 8. Juli 2021 veröffentlicht.

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