Nutzfahrzeuge

Iveco T-Way: Der neue Spezialist fürs Grobe

Nach den Straßenmodellen bekommt auch das schwere Offroad-Programm von Iveco ein neues Gesicht. Der T-Way löst den bewährten Trakker ab, damit ist das Bauprogramm des Lkw-Herstellers komplett erneuert.

2Iveco T-Way: Der neue Spezialist fürs Grobe
mid Groß-Gerau - Neu im Grubenrevier: Der Iveco T-Way folgt auf den Vorgänger Trakker, der in der Baubranche einen guten Ruf genießt. Iveco


Nach den Straßenmodellen bekommt auch das schwere Offroad-Programm von Iveco ein neues Gesicht. Der T-Way löst den bewährten Trakker ab, damit ist das Bauprogramm des Lkw-Herstellers komplett erneuert.

Erst S-Way, dann X-Way und jetzt T-Way, die Iveco-Strategen präsentieren ihr Lkw-Programm jetzt aus einem Guss. Mit einer neuen modularen Kabinen-Generation - man darf hier gut und gern von attraktiven Fahrerhäusern sprechen. Die bieten nun ordentlich Platz, hier stimmt auch die Ergonomie - für jeden Einsatzzweck der richtige Arbeitsplatz. Brandneu ist der T-Way, das Kürzel steht für "tough", also hart und zäh. Bei den Erdbauern, Baustellenversorgern, Steinbruch- und Grubenfahrern hat die Marke Iveco noch immer einen guten Namen. Dort erinnert man sich noch an die legendären "Baubullen", die einst sogar die FC Bayern-Trikots zierten. Ob der Neue so unzerstörbar wie die legendären Alten ist, muss er erst noch nachweisen.

Neu ist in jedem Fall das Fahrerhaus mit dem neuen Iveco-Familiengesicht. Lieferbar sind zwei Längen - als kurze Active-Day-Kabine (AD) oder als Active-Time-Fernfahrerhaus (AT) mit Standard- oder Hochdach, wenn die Distanzen länger werden. Die leistungsfähige Klimaanlage ist eine sinnvolle Option, gerade im staubigen Umfeld, wo man besser kein Fenster offen hält.

Vom Vorgänger Trakker bleibt ihm der hochfeste Leiterrahmen aus zehn Millimeter starken Längsträger-Profilen und einer Verwindungssteifigkeit von 177 Kilonewtonmeter (kNm). Eine Ziffer, die nach schrecklich viel und Heavy Metal klingt. So viel ist klar: Der T-Way ist kein Nutzlastriese für die Straße, sondern einer für die Grube. Wo man draufpackt, was draufgeht, der muss es auch aushalten. Dafür geben die Iveco-Entwickler dem neuen Offroader neue Vorderachsen mit je neun Tonnen Traglast mit, der Vierachser hat zwei davon. Die angetriebenen Tandem-Hinterachsen bekommen neue Aufhängungen und Stabilisatoren, die mehr Bodenfreiheit und mehr Böschungswinkel versprechen.

Dazu bekommt der Kunde für die hochgeländegängigen Achsen Scheibenbremsen auf Wunsch, das elektronische Bremssystem (EBS) ist serienmäßig. Und trotz der massiven Bauweise soll der neue Offroader ganze 325 Kilo leichter ausfallen als ein vergleichbarer Trakker.

Für Traktion und Nebenantriebe gibt es ein Quäntchen mehr Leistung. Jedenfalls, wenn der T-Way-Kunde einen Cursor 13-Sechszylinder (12,9 Liter Hubraum) wählt, bekommt er 510 PS Nennleistung und bis zu 2.300 Newtonmeter Drehmoment serviert. Für Solofahrzeuge und leichtere Einsätze darf es auch ein halbstarker Cursor 9-Sechszylinder (8,7 Liter Hubraum) mit bis zu 360 PS sein, den vielfach bewährten hoch gelobten Cursor 11-Motor (10,8 Liter ) gibt es im T-Way aber nicht.

Kombiniert werden die Reihensechszylinder mit automatisierten Hi-Tronix-Getrieben (alias ZF Traxon), die sowohl mit zwölf oder 16 Gängen zu haben sind. Inklusive Hillholder-Funktion, den Freischaukelmodus und dem Creep-Modus für extrem niedrige Geschwindigkeiten, die das knifflige Fahren im Gelände erleichtern. Und ebenso wichtig im Baugewerbe: Das neue Nebenabtriebssortiment bekommt einen Spitzenperformer, der Antriebsdrehmomente bis zu 2.300 Newtonmeter an Hydraulikpumpen und Arbeitsgeräte liefert.

Der neue Iveco-Lkw fürs Grobe geht mit einem breiten Angebot an Antriebsoptionen an den Start. Jeweils mit angetriebenen Außenplaneten-Tandemachsen für 6 x 4 und 8 x 4, mit Allradtraktion für Zwei-, Drei- und Vierachser. Neu im Allradsortiment sind lange Radstände, alternativ mit 4,0, 4,2 und 4,5 Metern für große Aufbauten und Arbeitsmaschinen.

Wer nur gelegentlich eine angetriebene Vorderachse braucht, bekommt mit Hi-Traction das richtige Instrument an die Hand. Hier schalten sich bei Bedarf zwei hydraulische Radmotoren zu, die Sattelzüge oder 6x4-Dreiachser aus tiefem oder rutschigem Untergrund ziehen. Sonst fährt man ohne Allradantrieb, kostengünstiger und mit weit weniger Eigengewicht.

Natürlich darf auch eine Connectivity-Box heute nicht fehlen, Iveco steuert sie serienmäßig bei. Damit wird die Ferndiagnose möglich, eine vorausschauende Wartung verhindert teuere Stehenbleiber, das gilt nicht nur auf der Straße, sondern auch im Gelände.

Wolfgang Tschakert / mid

Der Artikel "Iveco T-Way: Der neue Spezialist fürs Grobe" wurde in der Rubrik NFZ & FUHRPARK mit dem Keywords "Nutzfahrzeuge, Neuheit, Allrad, Lkw, Offroad" von "Wolfgang Tschakert" am 7. Juni 2021 veröffentlicht.

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