Elektroauto

Energieversorgung: Auto-Akkus versorgen Nissan-Büros

Dass die Akkus von Elektroautos auch als Energiespeicher für das stationäre Stromnetz dienen können, klang bislang noch wie Zukunftsmusik. Die hat bei Nissan jetzt begonnen. Acht Ladestationen bilden in England das Bindeglied zwischen Auto und Büro.

Dass die Akkus von Elektroautos auch als Energiespeicher für das stationäre Stromnetz dienen können, klang bislang noch wie Zukunftsmusik. Die hat bei Nissan jetzt begonnen. Acht Ladestationen bilden in England das Bindeglied zwischen Auto und Büro.

Installieren ließ Nissan die acht Anschlüsse an seinem europäischen Forschungs- und Entwicklungszentrum im britischen Cranfield vom italienischen Energieversorger Enel. An den sogenannten "Vehicle-to-Grid"-Anlagen (V2G) können die Batterien von Elektrofahrzeugen entweder aufgeladen werden, oder sie geben den Strom ins Netz zurück. Damit lassen sich Spitzenbelastungen abdecken, die sonst nur durch aufwändige und teure Kraftwerke abzudecken wären.

Nissan will mit der V2G-Technik einerseits Elektrofahrzeuge wie den Leaf und den Transporter e-NV200 versorgen und andererseits mit einem smarten Energiemanagement die Grundlage für ein sauberes und effizientes Stromnetz schaffen. "Wir freuen uns, dass unsere Erfahrung dabei hilft, die Art der Energienutzung zu verändern. Die Integration der Nissan-Elektrofahrzeuge schafft eine Gesellschaft, deren Energie nachhaltig, effizient und bezahlbar ist. Strom wird dadurch für jeden günstiger", erklärt Francisco Carranza, Director of Energy Services bei Nissan Europe.

Die Vehicle-to-Grid-Anlage in Cranfield ist jedoch keine Weltneuheit. In Dänemark ist bereits Ende August das erste gewerbliche V2G-Projekt in Betrieb genommen worden. Dort wurden zehn Ladestationen am Hauptsitz des dänischen Energieversorgers Frederiksberg Forsyning installiert.

Der Artikel "Energieversorgung: Auto-Akkus versorgen Nissan-Büros" wurde in der Rubrik AKTUELLES mit dem Keywords "Elektroauto, Elektromobilität, Infrastruktur, Energie, Ladestationen" von "Michael Kirchberger" am 10. November 2016 veröffentlicht.

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