Autofahren

Opel Astra jetzt ganz dufte

Luxus-Fahrzeuge wie Mercedes S-Klasse und Maybach haben schon längst Raumduft-Anlagen in den Interieurs. Jetzt stattet Opel seinen kompakten Astra mit dem 'AirWellness' Aroma-System aus. Der Düsseldorfer Parfum-Guru Frank Schnitzler zeigt sich begeistert.


Luxus-Fahrzeuge wie Mercedes S-Klasse und Maybach haben schon längst Raumduft-Anlagen in den Interieurs. Jetzt stattet Opel seinen kompakten Astra mit dem "AirWellness" Aroma-System aus. Der Düsseldorfer Parfum-Guru Frank Schnitzler zeigt sich begeistert. "Hervorragend, stimmig, wirkungsvoll", lautet die kurze Lobeshymne, nachdem er seine sachkundige Nase an den Raumduft gehalten hat. "Das Unterbewusstsein wird erreicht."

Schnitzler gehört zu den absoluten Fans der Aromatisierung des Automobils. "Düfte haben schon immer wundersame Wirkung auf uns Menschen gehabt", sagt der ehemalige Inhaber der nach ihm benannten Parfümeriekette und Hausherr der kleinen, aber feinen Parfum-Boutique "Beauty Affair" im Düsseldorfer Kö-Center. Autobeduftung sei nur ein logischer nächster Schritt, nachdem die Ledersitze in Autos schon immer mit Duft behandelt worden seien. "Uns Menschen beim Autofahren in angenehme Stimmung zu setzen durch gut durchdachte, im Unterbewusstsein wahrzunehmende stimmungsfördernde Düfte, ist Zeitgeist pur."

Für das neue Opel Aroma-System kreierte Andreas Baron Freytag zu Loringhoven den Duft. Er ist Chef des französischen Konzerns Azur Fragrances und entwickelt Einsatzmöglichkeiten von Düften weit über das klassische Feld der Kosmetik-Branche hinaus. Die Fahrgastzelle eines Autos einfach mit einem Duft einzunebeln - davon ist man bei Azur Fragrances weit entfernt. "Wir parfümieren einen Raum nicht - schon gar nicht den Innenraum eines Wagens", betont der Duft-Baron. "Wir schaffen eine Wohlfühl-Atmosphäre." Basierend auf den Grundsätzen der Aroma-Therapie, beschäftige man sich sehr intensiv damit, wie Aromen das Wohlbefinden verbessern können. Ein klassisches Beispiel: Der Duft von Lavendel beruhigt. Seit Jahrhunderten benutzen Menschen das Aroma der Pflanze, um besser schlafen zu können.

"Ich war kürzlich auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt und habe meine Nase in Dutzende Autos gehalten", sagt der Parfumeur. "Was ich da rieche? Klebstoffe und Plastik - nichts, was ich von einem so hochwertigen Produkt eigentlich erwarte." Das solle auch der Kunde nicht tun. "Ich denke, die Menschen akzeptieren es nur, weil sie es nicht anders kennen."

Das AirWellness-Aromasystem passt in die Mittelkonsole und wurde exklusiv für den Astra entwickelt. Durch Strom aktiviert gibt es das Aroma frei. Es stehen zunächst zwei Varianten zur Auswahl: "Balancing Green Tea" und "Energizing Dark Wood". Im ersteren sind unter anderem enthalten: Patschuli, Zeder, Lavendel - diese Aromen sollen ausgleichend wirken. Bei "Energizing Dark Wood" treten hingegen Bergamott, Orangenöl und Vetiver an, um Energie zu verleihen. Man muss sich allerdings nicht auf eine Duftsorte festlegen: Die Duftvarianten in Form eines Pads lassen sich austauschen.

Auf den Hauch von Luxus zeigt man sich stolz: "Wir haben mit dem AirWellness-Aromasystem ein Gerät geschaffen, das es so noch nicht gibt", sagt Baron Freytag zu Loringhoven. Auch in Fahrzeugen der Oberklasse sei diese Technik noch nie angewendet worden. So dufte war der Astra wohl noch nie.

Lars Wallerang

Der Artikel "Opel Astra jetzt ganz dufte" wurde in der Rubrik AKTUELLES mit dem Keywords "Autofahren, Innenraum, Lifestyle" von "Lars Wallerang" am 14. Oktober 2016 veröffentlicht.

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