Warum Außenspiegel an Transportern häufiger beschädigt werden
Transporter und Nutzfahrzeuge sind im täglichen Einsatz besonderen Belastungen ausgesetzt. Dabei gehören beschädigte
Wenn Menschen nach einem Unfall aus einem Fahrzeug geborgen werden müssen, ist das für die Mitglieder der (meist) freiwilligen Feuerwehren oder des THWs nicht unbedingt Alltagsgeschäft. Bei den Rescue Days trainieren sie den Ernstfall.
Wenn Menschen nach einem Unfall aus einem Fahrzeug geborgen werden müssen, ist das für die Mitglieder der (meist) freiwilligen Feuerwehren oder des THWs nicht unbedingt Alltagsgeschäft. Bei den Rescue Days trainieren sie den Ernstfall.
Die Pfingstwiese in Bad Kreuznach zeigt sich im völlig anderen Bild: Statt der üblicherweise beim Weinmarkt oder zur Kirmes aufgestellten Karussells, Buden und Probierstände sieht das zentrumnahe Festgelände aus wie nach einer Katastrophe im Straßenverkehr. Hunderte von Feuerwehrleuten stehen zwischen einer Flut von Autowracks, Lastwagen liegen auf der Seite, Blaulicht zuckt über die gespenstische Szene. Und dennoch geht es eher gemächlich zu. Die Unfallopfer - lebensgroße Stoffpuppen - bedürfen auch keiner besonderen Zuwendung, für drei Tage hat sich die rheinland-pfälzische Stadt zum Zentrum der Rettungsdienste verwandelt, mehr als 700 Feuerwehrleute aus aller Welt lernen bei den Rescue Days unter realistischen Bedingungen, wie schwerverletzte Autofahrer aus Wracks befreit werden können.
Das ist gar nicht einfach, denn Autos werden so konstruiert, dass sie ihren Insassen bei einem Unfall größtmöglichen Schutz bieten. Und die Anforderungen an die Sicherheit werden immer höher. Lag der Anteil der ultrahochfesten Stähle bei einem Kompaktwagen wie dem vorherigen Opel Astra noch bei rund vier Prozent, so sind es beim aktuellen Modell bereits 19 Prozent. Das Material verleiht der Karosserie Steifigkeit und wird unter anderem für sogenannte Lastpfade verwendet, die den bei einem Aufprall entstehenden Energieeintrag gleichmäßig auf den gesamten Wagen verteilen. Dies verhindert, dass etwa der Vorderteil des Fahrzeugs kollabiert und der Überlebensraum der Passagiere beeinträchtigt wird.
Und an dieser Stahlsorte beißen sich manche Werkzeuge die Zähne aus. Die Spreizer und Scheren der Rettungskräfte arbeiten zwar mit 700 bar oder rund 100 Tonnen Druck und können ein normales Blechdach leichter öffnen als ein Ausgehungerter eine Dose Ölsardinen, doch behindern die Verstrebungen aus höchstfestem und ultrahochfestem Stahl den Fortschritt der Rettungsarbeiten. Und im Ernstfall zählt jede Sekunde, die Spezialisten sprechen von der "Goldenen Stunde", in der für ein Unfallopfer die größten Chance für Bergung und Versorgung bestehen.
Deshalb werden Automobile heute mit einer sogenannten Rettungskarte ausgestattet, die den Rettungskräften die besonders harten Stellen der Karosserie zeigt und ihnen so Hinweise gibt, sie zu umgehen. Denn wenn es richtig gekracht hat, bleibt von der Karosseriestruktur meist nicht viel übrig. Besonders kritisch: Unterfahrunfälle, wenn ein Personenwagen unter einen Auflieger eines Sattelzuges gerät. Dann ist das Bergen der Insassen meist nur über das Heck des Autos möglich, hierzu müssen große Karosserieteile entfernt und obendrein das Armaturenbrett samt C-Säule angehoben werden, sofern die Beine der vorne Sitzenden eingeklemmt wurden. Bevor die rund 20 Kilogramm schweren Spreizer und Scheren zum Einsatz kommen, werden die relevanten Karosserieteile mit hydraulischen Stempeln wieder zugängig gemacht.
Die Rettungskarte bekommt auch beim zunehmenden Anteil von Auto mit elektrischen Antrieb eine immer wichtigere Bedeutung. Sie zeigt den Rettungskräften, wo Starkstrom führende Leitungen um Fahrzeug verlegt sind. Schließlich will sich kein Feuerwehrmann bei den Rettungsarbeiten selbst einem tödlichen Stromschlag aussetzen. Der droht ihm auch bei Hybridautos mit Plugin-Technik, denn bei ihnen liegt oft die gleichhohe Spannung an wie bei einem rein elektrisch angetriebenen Wagen.
Seit der Auftaktveranstaltung der Rescue Days im Jahr 2003 in Heilbronn haben mittlerweile mehr als 6.000 Feuerwehrleute und andere Retter aus aller Welt das Notfalltraining absolviert. Was für den Ernstfall mehr als hilfreich ist. Denn schon ihre Belastung durch den Anblick schwerverletzter Unfallopfer ist hoch. Wer dann aufgrund mangelnden Fachwissen noch zaghaft und unsachgemäß an die Arbeit geht, wird den Anforderungen des Einsatzes nicht gerecht. Die meisten Teilnehmer an den Übungen gehören zu den 1,25 Millionen freiwilligen Feuerwehrleuten in Deutschland. Nur rund 40.000 gehören zu beruflichen Wehren. Die Notwendigkeit der Rescue Days zeigt auch die starke Beteiligung anderer Nationen: Mehr als 15 Länder waren vertreten, darunter Chile, Japan und die Vereinigten Staaten.
Ausgerichtet wird die Veranstaltung von Weber-Hydraulik, einem Hersteller von Rettungswerkzeugen. Und seit einigen Jahren ist auch Opel dabei und unterstützt die Übungen mit einem ganzen Fuhrpark. Allerdings, so ein Sprecher, handelt es sich dabei nicht um reguläre Neufahrzeuge sondern um Vorserienwagen, die nach ihrer Erprobungszeit nicht zum Verkehr zugelassen werden können und daher verschrottet werden müssten.
Der Artikel "Retten, bergen, lernen: Wie Feuerwehren den Unfall-Ernstfall üben" wurde in der Rubrik AKTUELLES mit dem Keywords "Rettungskarte, Unfall, Erste Hilfe" von "Michael Kirchberger" am 10. Oktober 2016 veröffentlicht.
Transporter und Nutzfahrzeuge sind im täglichen Einsatz besonderen Belastungen ausgesetzt. Dabei gehören beschädigte
In der Bauwirtschaft sind Lastkraftwagen und Zugmaschinen längst nicht mehr nur reine Transportfahrzeuge. Moderne
Wer in Hamburg unterwegs ist, kennt die Herausforderungen des Stadtverkehrs: Staus, kurze Strecken und einmal
Das Flugzeug ist in den Augen der Deutschen das sicherste Verkehrsmittel. Am Ende des Rankings, das die HUK-Coburg
Mit steigendem Alter des Fahrers wird der Spritverbrauch des Autos wichtiger. Während für nur 29 Prozent der
