Kfz-Werkstatt

So sieht die Werkstatt im Jahr 2025 aus

Virtual Reality, Social Media oder Online-Marketing: Wie erreichen Kfz-Unternehmer ihre Kunden in einer immer digitaleren Welt? Und welche Anforderungen kommen auf die Mitarbeiter in den Autohäusern zu? Darüber gab jetzt das CarCamp in Mannheim Auskunft.


Wie dynamisch sich die digitale Welt für das Kfz-Gewerbe entwickelt, demonstrierte jetzt das CarCamp. Dabei wurde den Teilnehmern in Mannheim viel geboten. Unter Leitung von Jochen Backhaus, Vorstand der Händlerkooperation ANAG Nord, wurde die Werkstatt 2025 beleuchtet. Die Teilnehmer waren sich einig darüber, dass die Berufsbilder des Kfz-Gewerbes wie etwa der Kfz-Mechatroniker der zunehmenden Digitalisierung inhaltlich angepasst werden müssen. Insgesamt steigen die Anforderungen an die Mitarbeiter, weshalb dringend neue Qualifizierungs- und Bindungsprogramme entwickelt werden müssen. Andernfalls werde der Faktor "Mitarbeiter" der Engpass der nächsten Jahre in den Unternehmen.

Die Digitalisierung des Autos unter anderem mit den Fahrassistenz-Systemen habe schon heute zu einem großen Aufwand an Fehlersuchen in den Werkstätten geführt. Und es sei mit weiter wachsenden Wünschen des Kunden zu rechnen, mit seinem betreuenden Gesellen direkt zu reden. Somit erweitert sich sowohl bei den Mechatronikern und den Azubis das Anforderungsprofil um die Fähigkeit, mit dem Kunden ein Beratungsgespräch zu führen. Der Zeitaufwand für die Fehlersuche sei vom Kunden zu tragen. Bei aller Digitalisierung wächst gleichzeitig der Bedarf an persönlichen Gesprächen.

In der Session "Digitalisierung" wurde ein Szenario für autonomes Fahren und die sich daraus ergebenden Veränderungen für das Geschäftsmodell "Autohaus" entwickelt. Auch diese Session kam zum Ergebnis, dass es im Autohaus der Zukunft einen Digital-Manager geben müsse.

CarConsult nutzte das CarCamp zur Marktforschung über die Teilnehmer mit der Frage, braucht ein Autohaus seine eigene App. Die Teilnehmer waren sich einig, dass ein solches Tool nur interessant ist, wenn der User, also der Kunde, davon einen Nutzen erhält.

Die Weiterbildung im Kfz-Gewerbe setzt zunehmend auf E-Learnings, obwohl diese nur bedingt empfehlenswert sind: zu wenig Lernmotivation durch fehlenden Austausch, Lernen in der Gruppe und niedrigere Behaltenswerte gegenüber klassischem Präsenztraining.

Virtual Reality im Autohaus zeigte das Kölner Start-up World of VR. Die VR-Brille ermöglicht dem Auto-Interessenten die Probefahrt virtuell und interaktiv. Und die Cardboard-VR-Brille, die aus einem iOS oder Android Smartphone eine vollwertige Brille macht, ließ jeden Teilnehmer in eine völlig neue Erlebniswelt eintauchen.

Der Austausch der Teilnehmer endet nicht mit der Veranstaltung, sondern setzt sich in der CarCamp-Community unter www.carcamp.de fort. Organisatoren der Veranstaltung waren der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) und der deutsche Schmierstoffhersteller Fuchs. Das 6. CarCamp wird voraussichtlich im September 2017 stattfinden.

Prof. Anita Friedel-Beitz / mid

Der Artikel "So sieht die Werkstatt im Jahr 2025 aus" wurde in der Rubrik AKTUELLES mit dem Keywords "Kfz-Werkstatt, Internet, Vernetzung" von "Prof. Anita Friedel-Beitz" am 4. Oktober 2016 veröffentlicht.

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