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Verkehrssünder-Ranking: Vorurteile, statistisch belegt

Wer hätte das gedacht: Der prototypische Verkehrssünder in Deutschland ist ein 20- bis 29-jähriger Mann aus Mecklenburg-Vorpommern oder Wolfsburg. Eine Untersuchung von Check24 bestätigt auf frappierende Weise Vorurteile zu Verkehrsrüpeln - ganz wertfrei versteht sich.


Wer hätte das gedacht: Der prototypische Verkehrssünder in Deutschland ist ein 20- bis 29-jähriger Mann aus Mecklenburg-Vorpommern oder Wolfsburg. Musterschüler im Straßenverkehr ist statistisch gesehen eine Frau aus dem Saarland oder auch Worms, die der Altersgruppe 70+ angehört. Eine Untersuchung von Check24 bestätigt auf frappierende Weise Vorurteile zu Verkehrsrüpeln - ganz wertfrei versteht sich.

So ist der Anteil an Punktesündern in Mecklenburg-Vorpommern mit 6,54 Prozent am höchsten. Sachsen (6,48 Prozent) und Bremen (6,19 Prozent) folgen auf den Plätzen zwei und drei. Dagegen geben nur 4,18 Prozent der CHECK24-Kunden aus dem Saarland beim Abschluss einer Kfz-Versicherung Eintragungen im Fahreignungsregister des KBA an - mehr als ein Drittel weniger als in Mecklenburg-Vorpommern. Vorbildlich fahren laut der Auswertung außerdem Berliner (4,19 Prozent) und Hessen (4,84 Prozent).

Das Städteranking führt Wolfsburg an: Dort haben 9,21 Prozent der Autofahrer Punkte in Flensburg - im Bundesschnitt sind es lediglich 5,52 Prozent. Diesen treiben auch die Leipziger (8,47 Prozent) auf dem zweiten und Siegener (8,27 Prozent) auf dem dritten Platz in die Höhe. Den geringsten Anteil an Verkehrssündern hat Worms mit 3,52 Prozent.

Beim Geschlechter-Vergleich haben Männer - im negativen Sinne natürlich - die Nase vorn. Denn die haben mehr als doppelt so häufig Punkte in Flensburg als Frauen (6,71 Prozent gegenüber 3,26 Prozent). Bei beiden Geschlechtern ist der Trend aber positiv: Vor zwei Jahren war der Anteil bei den Männern mit 7,97 Prozent noch 16 Prozent höher als heute. Frauen haben sich im gleichen Zeitraum um 11 Prozent auf einen Verkehrssünder-Anteil von 3,67 Prozent verbessert.

Und schließlich wird auch das Vorurteil der ungestümen Jugend - zumindest nach der Probezeit - bestätigt. In der Altersgruppe der 20-bis 29-jährigen Autofahrer findet sich der mit Abstand größte Anteil an Punktesündern (7,78 Prozent). Dieser Wert verringert sich dann mit zunehmendem Alter stetig. Am niedrigsten ist er bei der Generation Ü70 mit 3,13 Prozent Anteil. Dabei stellt sich dann aber doch die Frage, ob die Fahrer im gesetzteren Alter wirklich ordnungsgemäßer fahren oder ob sie durch ihre langjährige Fahrerfahrung einfach seltener erwischen lassen.

Der Artikel "Verkehrssünder-Ranking: Vorurteile, statistisch belegt" wurde in der Rubrik AKTUELLES mit dem Keywords "Autofahrer, Statistik" von "Thomas Schneider" am 15. Juli 2016 veröffentlicht.

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