Warum Außenspiegel an Transportern häufiger beschädigt werden
Transporter und Nutzfahrzeuge sind im täglichen Einsatz besonderen Belastungen ausgesetzt. Dabei gehören beschädigte
Nach der Einführung der Umweltzonen in vielen deutschen Städten stehen die Zufahrtsbeschränkungen möglicherweise erneut vor einer Verschärfung. Die Umweltminister einiger Bundesländer fordern eine 'Blaue Plakette', insbesondere die Besitzer von Dieselfahrzeugen wären davon betroffen
Nach der Einführung der Umweltzonen in vielen deutschen Städten stehen die Zufahrtsbeschränkungen möglicherweise erneut vor einer Verschärfung. Die Umweltminister einiger Bundesländer fordern eine "Blaue Plakette", insbesondere die Besitzer von Dieselfahrzeugen wären davon betroffen. Der ADAC spricht von rund 13 Millionen Stadtbewohnern und Pendlern. Auch rund drei Millionen Benzinern älterer Baujahre bliebe der Weg in die Städte verwehrt.
Ausschlag für die Forderung der Länder gab unter anderem die hohe Schadstoffbelastung in Stuttgart und das verhängte "freiwillige Fahrverbot", an das sich nur wenige Autofahrer hielten und auf öffentliche Verkehrsmittel umstiegen. In Stuttgart führt vor allem die Kessellage der Stadt immer wieder zu einer kritischen Belastung der Luft. Um die Stickoxid-Grenzwerte einzuhalten, sollte nach Meinung des ADAC viel mehr der "Ansatz an der Quelle" gewählt, also der Schadstoffausstoß der Fahrzeuge dauerhaft gesenkt werden. Die Automobilindustrie sei in der Pflicht, saubere und emissionsarme Fahrzeuge anzubieten, die notwendigen Technologien wären schließlich vorhanden.
Um den Schadstoffausstoß durch den Auto-Verkehr zu reduzieren, bieten sich nach Ansicht des ADAC grüne Wellen, eine adaptive Verkehrssteuerung und intelligente Verkehrsleitsysteme an. Der Club empfiehlt außerdem, einen attraktiven öffentlichen Personennahverkehr bereitzustellen. Für Fahrzeugflotten mit hoher innerstädtischer Fahrleistung gilt es, verstärkt alternative Antriebe zu nutzen.
Zu diesen zählen im erweiterten Sinn auch Fahrzeuge mit Gas-Motoren. Und hier wittert ein anderer Lobbyist Morgenluft und begrüßt gar die Einführung der "Blauen Plakette". Die Initiative Zukunft Erdgas erwartet, dass durch die Einführung dieser Zufahrtsbeschränkung schmutzige Dieselfahrzeuge aus den Innenstädten verbannt werden und saubere Alternativen wie Erdgas-Fahrzeuge, die weniger Stickoxide und Feinstaub emittieren, attraktiver werden. Dass die Plakette nur an Neuwagen mit Euro-6-Status ausgegeben werden soll, empört die Erdgas-Initiative naturgemäß.
Trotz umtriebiger Kampagnen der Befürworter gelingt es den Erdgasfahrzeugen nicht, die Autofahrer zu überzeugen. Das Volumen der neu zugelassenen Gasmobile stagnierte zuletzt, die Zahl der Gastankstellen ging sogar leicht zurück.
Michael Kirchberger
Der Artikel "Blaue Umweltplakette: Krieg der Lobbyisten" wurde in der Rubrik AKTUELLES mit dem Keywords "Umwelt, Gas, Erdgas, Fahrverbot" von "Michael Kirchberger" am 11. April 2016 veröffentlicht.
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