Verkehrssicherheit

Mehr Licht bei Nachtfahrten

Gute Scheinwerfer sind so etwas wie eine Lebensversicherung für Autofahrer. Die Technik hat in den vergangenen Jahren große Fortschritte gemacht. Doch Forscher legen die Messlatte jetzt noch deutlich höher.

Gute Scheinwerfer sind so etwas wie eine Lebensversicherung für Autofahrer. Die Technik hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. Doch Forscher des Fraunhofer-Instituts für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM) in Berlin legen die Messlatte jetzt noch deutlich höher. Zusammen mit Partnern aus der Industrie haben sie ein System mit über 1.000 LED-Pixeln entwickelt, das bessere Möglichkeiten zur Lichtverteilung mit hoher Energie-Effizienz verbindet.

Zusammen mit Infineon, Osram, Hella und Daimler haben die IZM-Experten im Verbundprojekt namens "µAFS" ein adaptives Frontbeleuchtungssystem aufgebaut, bei den vier LED-Chips mit jeweils 256 Pixel mit dem Treiberelektronik-Chip robust verbunden sind. "Durch diese hohe Auflösung können wir die Lichtverteilung bis ins kleinste Detail steuern", so Dr. Hermann Oppermann aus der Abteilung Wafer Level System Integration beim IZM.

Der Scheinwerfer ist gegenüber herkömmlichen Systemen sehr kompakt, ermöglicht Dauer-Fernlicht, blendet andere Verkehrsteilnehmer weniger und ist in der Lage, die Lichtverteilung je nach Bedarf zu verändern. Dabei richtet er sich etwa nach dem Straßenverlauf, dem Gegenverkehr oder dem Abstand und der Position zu anderen Verkehrsteilnehmern. Weil dabei immer nur die Pixel eingeschaltet sind, die gerade benötigt werden, meist nur rund 30 Prozent der insgesamt verfügbaren Lichtleistung des Gesamtsystems, soll das System wenig Strom brauchen.

Der Artikel "Mehr Licht bei Nachtfahrten" wurde in der Rubrik VERKEHR mit dem Keywords "Verkehrssicherheit, Licht-Test, Forschung, Technik" von "Rudolf Huber" am 2. März 2016 veröffentlicht.

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