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Alfa Romeo Giulietta: Neue Version und Kombination

Welches Auto kam im gleichen Jahr wie der Mercedes SL zur Welt? Die Giulietta von Alfa Romeo rollte 1954 auf die Straßen. Das Pärchen könnte unterschiedlicher kaum sein, beide jedoch sind ebenso unverwechselbar wie unvergesslich. Die aktuelle Giulietta hat begeisterte Anhänger gefunden und wird entgegen der bisherigen Planung nicht 2018, sondern erst zwei Jahre später abgelöst - ein guter Anlass für die jetzt erfolgte Modellpflege.

Welches Auto kam im gleichen Jahr wie der Mercedes SL zur Welt? Die Giulietta von Alfa Romeo rollte 1954 auf die Straßen. Das Pärchen könnte unterschiedlicher kaum sein, beide jedoch sind ebenso unverwechselbar wie unvergesslich. In schweren wirtschaftlichen Zeiten hat Alfa Romeo zunächst nach der zweiten Generation einen Schlussstrich unter die Geschichte des Kompaktautos gezogen, erst 2010 kam das aktuelle Modell auf den Markt. Anders als die bisherigen Pläne es vorsahen, wird dieses nun nicht bereits 2018, sondern erst zwei Jahre später abgelöst, was ein guter Anlass für Alfa Romeo ist, das Gesicht der Giulietta aufzufrischen und es dem der jüngst vorgestellten großen Baureihe Giulia anzupassen.

Neu sind der vergitterte Kühlergrill und ein modifizierter Frontstoßfänger. Abgedunkelte Scheinwerfermasken und abgeschrägte Auspuff-Endrohre sind weitere Erkennungszeichen der Modellpflege. Besonders prägnant sind die Unterschiede bei der neuen Ausstattungslinie Veloce, bei der Spiegelkappen, Türgriffe und die Rahmen der Nebelscheinwerfer anthrazitfarben glänzen. Innen zählen Halbschalen-Sportsitze mit Bezügen aus einer Leder-Alcantara-Kombination sowie eingesticktem Markenlogo, Lederlenkrad mit roter Naht, und Armaturentafel oder Türverkleidungen in Carbon-Optik zur Einrichtung.

Neu ist außerdem die Kombination des 88 kW/120 PS starken 1,6-Liter-Turbodiesel mit dem TCT-Doppelkupplungsgetriebe. Die Fahrleistungen dieser Version liegen bei 195 km/h Höchstgeschwindigkeit und 10,2 Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 km/h bei einem Normverbrauch von 3,9 Liter Diesel je 100 Kilometer (103 g CO2/km). Ihr Spitzendrehmoment erreicht die Maschine mit 320 Nm bei 3.750/min. Die sechs Gänge des Getriebes lassen sich serienmäßig über Schaltwippen am Lenkrad wechseln. Die 1.900 Euro Aufpreis für das TCT sind gut investiertes Geld, denn die teils schwergängige und hakelige Handschaltung hat die so liebenswerte Giulietta auch nach der umfassenden Überarbeitung nicht verloren.

Ausgerüstet mit dem Infotainment-System UConnect ist der kompakte Alfa Romeo bestens vernetzt. Die Funktion "Live" gibt es als App bei Apple oder Google und ermöglicht nicht nur die Nutzung der Streaming-Dienste Deezer und Tune In. Auch die Verbindung mit dem Online-Service von TomTom für die Navigation und den Netzwerken von Facebook und Twitter stehen bereit. Beim Treibstoffsparen hilft außerdem das Diagnoseprogramm ecodrive, das die Fahrweise des Chauffeurs aufzeichnet und Empfehlungen für ökonomischeres Fahren gibt.

Vier Benziner und ebenso viele Diesel sind im Motorenprogramm aufgelistet. Das Leistungsspektrum bei den Ottomotoren reicht von 88 kW/120 PS bis 176 kW/240 PS. Die Selbstzünder liefern 88 kW/120 PS bis 129 kW/175 PS. Die werden die Giulietta allerdings weiterhin nur in der alten Welt antreiben. Der ursprünglichen Plan, den knackigen Alfa Romeo bald auch in den Vereinigten Staaten anzubieten, wurde verworfen. Dieser Markt soll dem Spitzenmodell der Fiat-Tochtermarke, der Giulia, vorbehalten bleiben.

Michael Kirchberger

Der Artikel "Alfa Romeo Giulietta: Neue Version und Kombination" wurde in der Rubrik AKTUELLES mit dem Keywords "Pkw, Kompakter, Modellpflege" von "Michael Kirchberger" am 26. Februar 2016 veröffentlicht.

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