Warum Außenspiegel an Transportern häufiger beschädigt werden
Transporter und Nutzfahrzeuge sind im täglichen Einsatz besonderen Belastungen ausgesetzt. Dabei gehören beschädigte
Die Dynamik bei der Verringerung der Zahl der Verkehrstoten ist gebremst. Besonders bedenklich ist die Zahl der tödlichen Unfälle von schwächeren Verkehrsteilnehmern wie Fußgängern, Rad- und Motorradfahrern.
Bis zum Jahr 2050 soll die Zahl der Verkehrstoten in Europa gegen null gehen. Darauf hatten sich die EU-Mitgliedsstaaten im Jahr 2000 verständigt. Diese Absicht wurde mit den Etappenzielen einer Halbierung der Zahlen in den jeweiligen Zeiträumen von 2001 bis 2010 und von 2011 bis 2020 verbunden. In der ersten Dekade ist dies auch weitgehend gelungen, aber seit 2010 stagniert der Fortschritt. 2014 starben knapp 3.400 Personen auf deutschen Straßen. In einer Veranstaltung des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) in Berlin diskutierten rund 200 Experten, welche Anstrengungen notwendig sind, um das gesteckte Ziel bis 2020 dennoch zu erreichen.
Besonders die passive Sicherheit von Autos, also Systeme für Insassenschutz und Unfallfolgenminderung, haben den Verkehr immer sicherer gemacht. Doch der Pkw-Bestand wird zunehmend betagter und ist in Deutschland nun im Schnitt mit neun Jahren um 2,2 Jahre älter als noch 1995. Je älter ein Auto, desto größer ist auch das Risiko bei den Unfallfolgen. 60 Prozent der in einem Pkw Getöteten waren nach Angaben von Michael Fehring, Leiter Sicherheitskonzepte bei Mercedes, mit einem vor 2001 gebauten Wagen unterwegs bei einem Bestand von lediglich 25 Prozent.
Hingegen liege die Quote der Getöteten in Fahrzeugen der Baujahre 2006 und jünger bei lediglich 20 Prozent. Während 1990 nur etwa zehn Sicherheitssysteme in einem Pkw eingebaut waren, ist ihre Zahl im Jahr 2000 auf 15, 2010 auf 23 und heute auf 27 Systeme gestiegen. Würden 16 Millionen Fahrzeuge der Baujahre 1990 bis 2004 durch Neuwagen ersetzt, könnten bis zu 36 Prozent der bei Unfällen getöteten Pkw-Insassen überleben.
Eine ganz probate Stellschraube, die Zahl der Verkehrsopfer zu verringern, ist auch die konsequente Nutzung der Gurte. Zwar legen 97 Prozent aller Autoinsassen den Sicherheitsgurt an, aber drei Prozent eben nicht. Mitunter mit verheerendem Ergebnis: Unfallanalysen belegen, dass über zehn Prozent der Schwerverletzten und 28 Prozent der Getöteten nicht angeschnallt waren. Fahrzeuginsassen machten allerdings nur etwa 50 Prozent der Verkehrstoten des vergangenen Jahres aus. Die knappe andere Hälfte hatte keinen schützenden Raum um sich: Jeder fünfte Getötete verstarb als Motorradfahrer, etwa jeder sechste als Fußgänger und fast jeder achte als Radfahrer. Und besonders bei Fußgängern und Radfahrern geht die Zahl der Schwerverletzten und Getöteten wieder nach oben.
Die Helmtragequote bei Radfahrern ist nach Angaben von Jürgen Bönninger (Fahrzeugsystemdaten GmbH Dresden) hierzulande mit 15 Prozent gering. Von den getöteten Radfahrern haben sich, seiner Analyse nach, 96 Prozent eine Kopfverletzung zugezogen, die in jedem zweiten Fall todesursächlich war. Allerdings trugen nur fünf Prozent einen Helm. Besonders für Pedelecs fordert Bönninger eine Helmpflicht. Und er wünscht sich eine Verbesserung in puncto toter Winkel bei rechtsabbiegenden Lkw. Um dem Radfahrer zu signalisieren, dass ein Lkw abbiegen wolle, seien zudem blinkende Seitenmarkierungsleuchten über die gesamte Länge des Lasters sinnvoll.
Der demografische Wandel wird nach Einschätzung von Klaus Rompe, ehemaliger Leiter des TÜV Rheinland, dazu führen, dass der Anteil der Verkehrstoten im Seniorenalter (66 +) von jetzt 30 Prozent binnen weniger Jahre auf 35 Prozent steigen wird. Schon heute seien 57 Prozent der als Radfahrer getöteten Verkehrsteilnehmer Senioren, bei Fußgängern knapp 50 Prozent. Er plädiert für Fahrtraining, aber auch für das Helmtragen, zumal das Risiko für Senioren fünfmal so hoch sei, bei einem Rad- oder Pedelec-Unfall getötet zu werden, als bei 25- bis 65-Jährigen. 80 Prozent der getöteten Pedelec-Fahrer 2014 waren Senioren.
Die Unfallvermeidung durch moderne Fahrerassistenzsysteme ist das A und O für eine erfolgreiche Senkung der Opferzahlen, so die Experten. Doch bis alle Fahrzeuge im Bestand entsprechend ausgerüstet sind, vergehen noch viele Jahre.
Der Artikel "Verkehrssicherheit - Ein Blick hinter die Statistik tödlicher Verkehrsunfälle" wurde in der Rubrik VERKEHR mit dem Keywords "Verkehrssicherheit" von "Klaus Lockschen/SP-X" am 25. November 2015 veröffentlicht.
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