MPU-Statistik 2014 - Weniger Idiotentests

Wer im Straßenverkehr bestimmte Regeln verletzt, muss sich gegebenenfalls dem so genannten Idiotentest stellen. 2014 wurden weniger Autofahrer dazu verdonnert.

Im vergangenen Jahr mussten sich weniger Autofahrer einer medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) begutachten lassen als 2013. In 91.536 Fällen wurde die im Volksmund ,,Idiotentest" genannte Untersuchung angeordnet (-3%), berichtet die Bundesanstalt für Straßenwesen.

Der häufigste Grund für die Begutachtung war, wie in den Vorjahren, Alkoholauffälligkeit. Allerdings wurden 2014 sechs Prozent weniger MPU aufgrund von Alkoholmissbrauchs im Straßenverkehr angeordnet. Mit 44.632 Begutachtungen war das erstmals weniger als die Hälfte aller MPU.

Bei den Ergebnissen der MPUs gab es kaum Veränderungen zum Vorjahr: Mehr als 58 Prozent aller begutachteten Autofahrer wurden als ,,geeignet" beurteilt. Rund 35 Prozent wurden ,,ungeeignet", fast sieben Prozent als ,,nachschulungsfähig" eingestuft. Das MPU-Gutachten bietet der Straßenverkehrsbehörde die psychologische und medizinische Grundlage für die Entscheidung, ob eine Person die Fahrerlaubnis zurückerhalten kann oder nicht. Wird die Fahrerlaubnis durch die MPU nicht zugesprochen, können Betroffene die Erteilung nach einem bestimmten Zeitraum erneut beantragen.

Der Artikel "MPU-Statistik 2014 - Weniger Idiotentests" wurde in der Rubrik VERKEHR mit dem Keywords "MPU-Statistik 2014" von "Hanne Lübbehüsen/SP-X" am 19. Juni 2015 veröffentlicht.

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