Verkehrstote in Europa - Zu wenig Verbesserung

Der Rückgang der Verkehrstoten in der EU stagniert. Grund dafür sind auch die Ergebnisse aus Ländern mit hoher Verkehrssicherheit.

Die Zahl der Verkehrstoten in Europa sinkt langsamer: 2014 betrug der Rückgang nur 0,6 Prozent verglichen mit dem Vorjahr. Das ist die geringste Reduzierung seit 2001 das erste EU-weite Ziel vereinbart wurde, so eine neue Analyse des Europäischen Verkehrssicherheitsrates ETSC. 25.845 Menschen kamen im vergangenen Jahr auf den Straßen Europas ums Leben.

Die EU hat sich das Ziel gesetzt bis 2020 die Zahl der Verkehrstoten verglichen mit 2010 zu halbieren. Um das zu erreichen, müssten die Mitgliedsstaaten die Verkehrstotenzahlen in den nächsten fünf Jahren jährlich um acht Prozent reduzieren.

In zwölf Mitgliedsstaaten war die Zahl der im Straßenverkehr Getöteten 2014 gestiegen, darunter Deutschland, Frankreich, Irland und Großbritannien. Hingegen konnten Kroatien, Slowenien, Finnland, Griechenland, Luxemburg und Malta eine Reduzierung um zehn Prozent oder mehr erreichen.

Der Direktor des Verkehrssicherheitsrates, Antonio Avenoso, warnte: ,,Diese Ergebnisse betonen, dass Verkehrssicherheit konstante politische Unterstützung auf höchster Ebene benötigt, ebenso wie eine ständige Überwachung der Durchsetzung." Man müsse den Herausforderungen einer alternden Gesellschaft und gestiegenen Zahlen von Fußgängern und Radfahrern begegnen.

Der Artikel "Verkehrstote in Europa - Zu wenig Verbesserung" wurde in der Rubrik VERKEHR mit dem Keywords "Verkehrstote in Europa" von "Hanne Lübbehüsen/SP-X" am 18. Juni 2015 veröffentlicht.

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