Handgepäck im Flugzeug - Eine Nummer kleiner

In vielen Fliegern findet Handgepäck keinen Platz mehr und muss zu den großen Gepäckstücken gebracht werden. Um die lästige und zeitraubende Prozedur künftig zu minimieren, sollen neue Abmessungen das Kabinengepäck schrumpfen lassen.

USA. Geschäftsreisende oder Kurzurlauber nehmen oft nur kleine Trolleys als Handgepäck mit, die an Bord allerdings häufig nicht mehr in das Gepäckfach passen. Der Internationale Luftverkehrsverband (IATA) setzt sich deshalb nun mit Flugzeugherstellern für neue Vorgaben beim Handgepäck ein. Künftig soll nur noch Gepäck mit den Maximalmaßen 55x35x20 Zentimeter mit in die Kabine. Bislang gibt es unterschiedliche Regeln, meist ist jedoch alles bis 55x45x25 Zentimetern erlaubt.

Mit den neuen Abmessungen hätte jeder Passagier eines Flugzeuges mit 120 oder mehr Sitzplätzen die Möglichkeit, sein Handgepäck mit in die Kabine zu nehmen. Ein "IATA Cabin OK"-Logo soll auf die neuen Maße hinweisen. Mehrere große Reisegepäck-Hersteller haben Produkte in dieser Größe entwickelt, die noch in diesem Jahr in den Handel kommen sollen.

Zwar ist die Empfehlung der IATA nicht verbindlich, einige internationale Fluggesellschaften planen jedoch bereits die Umsetzung dieser Regelung. Darunter laut Medienberichten auch Emirates, Air China, Qatar Airlines und auch die Lufthansa.

Die International Air Transport Association IATA ist ein Dachverband der Fluggesellschaften mit Sitz in Montreal, Kanada. Sie repräsentiert rund 260 Fluggesellschaften, die 83 Prozent des Weltluftverkehrs ausmachen. Mitglieder sind auch Air Berlin, American Airlines, Condor oder Tuifly.

Der Artikel "Handgepäck im Flugzeug - Eine Nummer kleiner" wurde in der Rubrik VERKEHR mit dem Keywords "Handgepäck im Flugzeug" von "Adele Moser/SP-X" am 11. Juni 2015 veröffentlicht.

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