Transport

Dunkle Wolken über der Speditions-Branche

Harte Zeiten stehen laut einer Analyse der Transport-Branche bevor. Steigt der Rohöl-Preis im kommenden Jahr wie erwartet, werden die Margen demnach sinken und Insolvenz-Fälle insbesondere bei kleineren Unternehmen zunehmen.

Harte Zeiten stehen laut einer Analyse der Transport-Branche bevor. Steigt der Rohöl-Preis im kommenden Jahr wie erwartet an, sinken die Margen und die Insolvenz-Fälle nehmen wieder zu. Bisher haben die niedrigen Kraftstoff-Preise laut Kreditversicherer Euler Hermes die Negativ-Effekte durch die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns aufgewogen.

"Wir gehen davon aus, dass der durchschnittliche Ölpreis im kommenden Jahr von 63 US-Dollar pro Barrel auf rund 75 US-Dollar ansteigt. Das trifft insbesondere die Klein- und Kleinstbetriebe hart", sagt Ludovic Subran, Chefökonom der Euler Hermes Gruppe. Und 99 Prozent der deutschen Transport-Unternehmen seien kleine und mittelständische Unternehmen.

Die Unternehmensmargen liegen derzeit bei durchschnittlich 2,0 Prozent, sollen 2016 jedoch auf 1,8 Prozent sinken. Und das hat Konsequenzen: Statt den für 2015 vorausgesagten 1.690 zahlungsunfähigen Unternehmen, erwarten die Ökonomen für 2016 einen Anstieg auf etwa 1.740 Fälle.

Der Artikel "Dunkle Wolken über der Speditions-Branche" wurde in der Rubrik LAGER & TRANSPORT mit dem Keywords "Transport, Logistik, Statistik" von "Thomas Schneider (vm)" am 8. Juni 2015 veröffentlicht.

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