Elektroauto

Elektro-Sprinter im Arktis-Test

Der nächste Winter kommt bestimmt. Darum testet Mercedes-Benz den elektrischen eSprinter schon mal am Polarkreis. Denn Kälte gehört zu den großen Herausforderungen für Elektrofahrzeuge.

Elektro-Sprinter im Arktis-Test
mid Groß-Gerau - Bei Temperaturen von minus 30 Grad Celsius, vereister Fahrbahn und tiefem Schnee muss der eSprinter seine Einsatzfähigkeit unter Beweis stellen. Daimler


Der nächste Winter kommt bestimmt. Darum testet Mercedes-Benz mit dem elektrischen eSprinter schon mal am Polarkreis. Denn Kälte gehört zu den großen Herausforderungen für Elektrofahrzeuge. Bei der finalen Erprobung demonstriert Daimler: Auch bei arktischen Bedingungen ist das elektrische Nutzfahrzeug zuverlässig noch auf der letzten Meile.

Mehrere Wochen lang unterzog das Entwicklungsteam den vollelektrischen Transporter im schwedischen Arjeplog einem eiskalten Härtetest. Bei Temperaturen von bis zu minus 30 Grad Celsius, vereister Fahrbahn und tiefem Schnee sollte der eSprinter seine Einsatzfähigkeit unter Extrembedingungen unter Beweis stellen. Nun hat das Fahrzeug damit einen seiner letzten Meilensteine auf dem Weg zur Markteinführung in der zweiten Jahreshälfte 2019 erreicht.

Damit elektrische Transporter im harten Alltagseinsatz, beispielsweise in der KEP-Branche (Kurier, Express, Paket), zuverlässig funktionieren, ist entscheidend, wie die Fahrzeuge auf unterschiedliche Witterungsbedingungen reagieren.

Mit rund 150 Kilometer Reichweite in der Konfiguration mit einer installierten Batteriekapazität von 55 kWh ist der eSprinter optimal auf den innerstädtischen Lieferverkehr ausgelegt. Die Tests in Schweden haben gezeigt: Selbst bei den hier vorliegenden ungünstigen Außenbedingungen steht dem Kunden noch eine Reichweite von rund 100 Kilometer zur Verfügung.

Auch bei Temperaturen weit jenseits des Gefrierpunktes müssen die Scheiben schnellstmöglich enteist und die Fahrerkabine zuverlässig beheizt werden können. Hierzu wurden die Testfahrzeuge samt Batterien in speziellen Kältezellen zunächst auf Tiefsttemperatur gebracht, um dann das Startverhalten und Thermomanagement beim Kaltstart zu erproben.

Weiteres wichtiges Element des Härtetest: das Ladeverhalten. Der eSprinter verfügt über eine integrierte Schnellladefunktion, über die er innerhalb von 30 Minuten rund 80 Prozent der Energie nachladen kann - ein großes Plus an Flexibilität im Transporteralltag, das unabhängig von der Temperatur zuverlässig funktionieren muss.

"Durch unsere umfangreichen Tests konnten wir aus unserem zweiten vollelektrischen Transporter nach dem eVito noch einmal die letzten Prozente auf dem Weg zur vollständigen Marktreife herausholen", sagt Benjamin Kaehler, Leiter eDrive@Vans bei der Daimler. Insbesondere in der für elektrische Vans so essenziellen Disziplin des Thermomanagements habe man wichtige Erkenntnisse gewinnen können, um den eSprinter noch sicherer und komfortabler zu machen.

In Arjeplog durchlief der eSprinter seine letzten Wintertests, bevor er in der zweiten Jahreshälfte 2019 dem eVito auf den Markt folgt. Der neue eSprinter wird zunächst als Kastenwagen mit Hochdach und einem zulässigen Gesamtgewicht von 3.500 Kilogramm angeboten.

Der Artikel "Elektro-Sprinter im Arktis-Test" wurde in der Rubrik AKTUELLES mit dem Keywords "Elektroauto, Nutzfahrzeuge, Kastenwagen" von "Lars Wallerang" am 25. März 2019 veröffentlicht.

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