Augen auf beim Fahrrad-Leihen

Radfahren liegt in Deutschland voll im Trend. Doch viele Menschen brauchen das Rad nur an wenigen Tagen im Jahr. Für diese Teilzeit-Radler ist ein Fahrradverleih eine Alternative. Doch da gibt es laut ADAC große Preisunterschiede zwischen den verschiedenen Anbietern.

Augen auf beim Fahrrad-Leihen
mid Groß-Gerau - Egal, ob Pedelec, Rennrad oder Mountainbike: Der Fahrrad-Verleih in Deutschland blüht. Doch Vorsicht: Die Preisunterschiede zwischen den Anbietern sind groß. Pressedienst Fahrrad PDF


Radfahren liegt in Deutschland voll im Trend. Am Wochenende geht's raus in die Natur, und an Werktagen dient der Drahtesel so manchem Großstädter als Fortbewegungsmittel, um schnell und unkompliziert zum Arbeitsplatz zu gelangen. Doch viele Menschen brauchen das Rad nur an wenigen Tagen im Jahr. Ein neues Bike wäre da sicher reine Geldverschwendung. Für diese Teilzeit-Radler ist ein Fahrradverleih eine Alternative. Doch da gibt es laut ADAC große Preisunterschiede zwischen den verschiedenen Anbietern. Und noch eine Stolperfalle: Die Rückgabe des Rades kann teuer werden, wenn man nicht das Kleingedruckte mit den Bedingungen des jeweiligen Verleihers beachtet.

In Zahlen ausgedrückt, heißt das: Der Preis für eine 24-Stunden-Nutzung beträgt laut der aktuellen ADAC-Untersuchung bei "Call a Bike" in allen untersuchten Städten 15 Euro, bei "nextbike" aber nur 9 Euro. Die einzige Ausnahme ist Berlin, wo auch "nextbike" 15 Euro verlangt - das liegt möglicherweise am Hauptstadt-Zuschlag oder der Berliner Luft. Bei "StadtRAD" in Hamburg und MVG Rad in München zahlen Radler 12 Euro für einen Tag. Diese drei Anbieter sind übrigens die einzigen in Deutschland, die pro Minute abrechnen. Und die kostet 8 Cent, das macht also 2,40 Euro für eine halbe Stunde.

Doch mit den Kosten fürs reine Leihen ist es nicht getan. Bei "Call a Bike" ist beispielsweise eine jährliche Nutzungsgebühr von 3 Euro fällig. Bei "nextbike" muss man zunächst einen Euro zahlen, doch der wird bei der Nutzung als Startguthaben angerechnet. Übrigens: Als einziger Verleiher verlangt "oBike", ein Fahrradverleihsystem ohne feste Stationen, laut ADAC eine Kaution in Höhe von 79 Euro.

Und wie sieht es mit der Rückgabe aus? Wer ein "Call-a-Bike"-Leihfahrrad abseits der Stationen abstellt, zahlt 5 Euro Strafe. In Dresden und München allerdings gilt das nur für das Abstellen außerhalb der Innenstadt. Bei "nextbike" beträgt die Gebühr für eine Rückgabe außerhalb eines Umkreises von 20 Metern um eine Station sogar 20 Euro. Dagegen wird der Nutzer zum Beispiel von "MVG Rad" in München oder "Lidl-Bike" in Berlin bei der Rückgabe an einer Station oder in einer bestimmten Zone mit einer Gutschrift belohnt.

Wer mit elektrischem Rückenwind radeln möchte, kommt ebenfalls auf seine Kosten - und das im wahrsten Sinne des Wortes: "E-Call a Bike" in Stuttgart zum Beispiel kostet 12 Cent pro Minute, das sind immerhin 7,20 Euro pro Stunde. Der Tagespreis beträgt 22,50 Euro. Daher sollten sich Interessierte vorher genau erkundigen und eine Kalkulation aufstellen. Denn vielleicht ist es ja für so manchen Biker billiger, ein eigenes Fahrrad zu kaufen. Es muss ja nicht gleich ein sündhaft teures High-Tech-Rennrad oder Mountainbike sein.

Der Artikel "Augen auf beim Fahrrad-Leihen" wurde in der Rubrik AKTUELLES mit dem Keywords "Fahrrad, Radfahrer, Ratgeber" von "Ralf Loweg" am 11. Oktober 2017 veröffentlicht.

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