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Kleinkinder im Auto: Rückwärtsfahren schützt besser

6Kleinkinder im Auto: Rückwärtsfahren schützt besser
50 Jahre Kindersitze bei Volvo. Foto: Auto-Medienportal.Net/Volvo

Schon die die Firmengründer Assar Gabrielsson und Gustaf Larson hatten die Sicherheit zur zum obersten Priorität des Unternehmen Volvo erhoben. So führte Volvo 1959 als erster Automobilhersteller weltweit den Dreipunkt-Sicherheitsgurt als Serienausstattung ein. Schon 1964 präsentierten die Schweden als weitere Wegmarke der Sicherheitsentwicklung den ersten drehbaren Autositz, in dem kleine Kinder rückwärts gerichtet transportiert werden können.

Vor 50 Jahren wurden dann erstmals sichere Autositze für kleine Kinder als Zubehör für die Modelle Volvo PV 121 Amazon und Volvo 144 angeboten. Dabei handelte es sich um die weltweit ersten drehbaren Beifahrersitze mit speziell gepolsterter Rückenlehne für Kinder im Alter von ein bis sieben Jahren, die so in rückwärts gerichteter Position befördert werden konnten. Gesichert wurden die Kleinen durch spezielle Becken- und Hosenträgergurte. Im nächsten Schritt brachte Volvo vor 45 Jahren als weltweit erster Autohersteller einen eigenen Kindersitz auf den Markt, der rückwärts gerichtet war, um so die bei einer Kollision auftretenden Kräfte besser abzufangen.

Bei einem Frontalaufprall wird der Kopf eines nach vorn gerichteten Fahrzeugpassagiers mit erheblicher Wucht nach vorne geworfen. Das einzige, was den Kopf zurückhält, ist der Nacken. Der Nacken eines Erwachsenen kann dieser Belastung relativ gut standhalten, aber die noch nicht vollständig ausgebildeten Nackenwirbel und Nackenmuskulatur eines kleinen Kindes können dies nicht. Da Frontalkollisionen die häufigste und auch folgenschwerste Unfallart sind, ist es wichtig, dass kleine Kinder in rückwärts gerichteten Sitzen transportiert werden, zunächst in einer Babyschale, dann in einem sogenannten Reboard-Sitz.

In Schweden setzten sich rückwärts gerichtete Kindersitze viel früher durch als anderswo. Die positiven Folgen dieser Entwicklung lassen sich in Unfallstatistiken ablesen. So zeigen Zahlen des Versicherungsunternehmens Folksam, dass ein Kind bei einem Unfall in einem vorwärts gerichteten Sitz tödlich verletzt zu werden, fünf Mal höher ist als in einem entgegen der Fahrtrichtung montierten Sitz. Lotta Jakobsson, Senior Technical Leader im Volvo Cars Safety Centre und Technical Leader Interior Safety bei Volvo Cars, erklärt dazu jetzt bei der Präsentration des Volvo XC60 in Dresden: ,,Wir bei Volvo glauben, dass Automobilhersteller die Entwicklung von Sicherheitssystemen für Kinder als Teil des Fahrzeug-Entwicklungsprozesses sehen sollten. Der Kindersitz hat die Aufgabe, die bei einem Unfall entstehenden Kräfte bestmöglich auf die stärksten Körperteile des Kindes zu verteilen", erläutert Lotta Jakobsson. ,,Babys und kleine Kinder sollten daher so lange wie möglich - mindestens bis zu einem Alter von vier Jahren - rückwärtsgerichtet transportiert werden."

Mit dem im Juli 2015 vorgestellten Excellence Child Seat Concept präsentierte der schwedische Premium-Hersteller einen Ausblick in die Zukunft, in der ein drehbarer Kindersitz für einen besonders sicheren und komfortablen Transport sorgt. Das für den viersitzigen Volvo XC90 Excellence entwickelte Konzept ersetzt den Beifahrersitz: Kleinkinder sitzen in einer rückwärts gerichteten Position.

Für die neue Fahrzeuggeneration, zu der auch der Volvo XC60 zählt, hat Volvo gemeinsam mit dem Kindersitz-Hersteller Britax-Römer neue Kindersitze entwickelt. Sie bieten höheren Sitz- und Temperaturkomfort, der dafür sorgt, dass die Kinder sich länger in der rückwärts gerichteten Position transportieren lassen. (ampnet/Sm)

Der Artikel "Kleinkinder im Auto: Rückwärtsfahren schützt besser" wurde in der Rubrik AKTUELLES mit dem Keywords "Volvo, Kindersitze, rückwärts gerichtete Sitze, seit 50 Jahren" von "ampnet" am 11. Juli 2017 veröffentlicht.

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