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Datenvolumen steigt infolge der abgeschafften Roaming-Gebühren

Seit dem Juni 2017 können Verbraucher innerhalb der EU telefonieren und im Internet surfen, ohne dass sie sich vor üppigen Rechnungen fürchten müssen. Grundlage hierfür ist die durch die EU geschaffene EU-Roaming-Richtlinie. Infolge ihrer Einführung hat sich das genutzte Datenvolumen während der letzten Jahre mehr als verzehnfacht.

Datenvolumen steigt infolge der abgeschafften Roaming-Gebühren
@ fikrihaikal55 (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Datenvolumen steigt explosionsartig an

Nur ein Jahr vor Einführung des EU-Roamings verbrauchten Einwohner der EU- sowie EWR-Staaten lediglich 60 MB Datenvolumen pro Monat. Nach der Abschaffung der Gebühren konnte schnell ein rascher Anstieg verzeichnet werden. Bereits zwei Jahre später betrug die das durchschnittliche verbrauchte Datenvolumen 440 MB pro Monat. Besonders auffällig ist das zunehmende Datenvolumen während der Sommermonate. Während sich viele Menschen im EU-Ausland aufhalten, um ihrem Sommerurlaub nachzugehen, werden zeitgleich die höchsten Werte des gesamten Jahres verzeichnet. Interessant ist dabei insbesondere, dass der befürchtete Qualitätsverlust seitens der Anbieter nicht eingetreten ist. Studien zufolge sind weder die Datengeschwindigkeit noch die Mobiltelefoniequalität zurückgegangen, wenngleich die Anbieter aufgrund der ausbleibenden Roaming-Gebühren deutlich Einbußen zu verzeichnen haben. Auch blieb der befürchtete Anstieg der inländischen Tarife aus. Tatsächlich ist sogar ein leichter Rückgang mit Blick auf die Preise, insbesondere für Flatrates zu verzeichnen. Kritisiert wird hingegen die mangelhafte Transparenz einiger Anbieter. So ist nicht immer deutlich zu erkennen, welche Übertragungsgeschwindigkeit dem Verbraucher zur Verfügung steht.

Welche Vorteile ergeben sich für Smartphonenutzer?

Die Vorteile die sich für Nutzer von Handys und Smartphones daraus ergeben, liegen auf der Hand. Seit der Einführung des EU-Roamings ist es möglich, innerhalb der EU sowie weiteren Ländern wie Norwegen zu denselben Tarifen wie im heimischen Netz zu surfen und zu telefonieren. Vor deren Einführung konnte stundenlanges Surfen im Internet schnell zu einer Kostenfalle werden. Doch nun ist es möglich, beispielsweise stundenlang auf Angebote wie das Cherry Casino online zurückzugreifen, ohne Aufpreise für die Nutzung fürchten zu müssen. Selbiges gilt auch für Telefonate oder Videogespräche via Internet während der Urlaubszeit. Das EU-Roaming macht es möglich, dass Urlauber zu günstigen Tarifen auch für längere Zeit auf unterschiedlichste Art und Weise mit ihren Liebsten in der Heimat kommunizieren können, ohne dafür zur Kasse gebeten zu werden. Folglich wundert es auch nicht, dass die Dienstleistungen vermehrt genutzt werden, wodurch das verbrauchte Datenvolumen rasant in die Höhe schießt. Zudem sorgt die stetig zunehmenden Digitalisierung dafür, dass entsprechende Regelungen auch zukünftig nicht nur sinnvoll, sondern auch notwendig sind, um Verbraucher dauerhaft zu entlasten.

Kein Ende in Sicht

Dass sich das genutzte Datenvolumen infolge der abgeschafften Roaming-Gebühren deutlich erhöhen wird, war abzusehen. Dennoch zeigen die Prognosen auf, wie sehr die Gesetzesänderung die Nutzung von Internet und Telefonie im Ausland weiter auswirken wird. Im Jahr 2018 wurden weltweit 33 Zettabyte an Datenvolumen generiert. Laut aktuellen Prognosen wird dieser bis zum Jahr 2025 auf 175 Zettabyte ansteigen. Mit ausschlaggebend für diese Entwicklung ist zweifelsohne auch die Einführung des EU-Roamings, welches von Jahr zu Jahr von immer mehr Menschen in Anspruch genommen wird. Inwiefern das EU-Roaming jedoch auf dem jetzigen Stand bleibt, muss abgewartet werden. Der Grund liegt in der zeitlichen Begrenzung der Verordnung. Bislang ist das EU-Roaming nur bis zum Juni 2022 gültig. Es ist zwar davon auszugehen, dass neue Richtlinien erlassen werden, die Nutzung von Telefonie und Internet im EU-Ausland jedoch weiterhin zugunsten der Verbraucher geregelt werden.

Der Artikel "Datenvolumen steigt infolge der abgeschafften Roaming-Gebühren" wurde in der Rubrik AKTUELLES mit dem Keywords "" von "Redaktion" am 10. Januar 2020 veröffentlicht.

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