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Klimaschutz: Der Straßengüterverkehr bleibt ein Problem

Ein effektiver Klimaschutz erfolgt im Straßenverkehr vor allem über alternative Antriebe oder Kraftstoffe. Ein großes Problem beim CO2-Ausstoß ist vor allem der Straßengüterverkehr: Er stößt in Deutschland jährlich etwa 40 Millionen Tonnen CO2 aus, das sind rund ein Viertel der Treibhausgasemissionen des Verkehrs insgesamt.

Klimaschutz: Der Straßengüterverkehr bleibt ein Problem
mid Groß-Gerau - Elektrische Lkw reduzieren Treibhausgasemissionen, senken Kosten im laufenden Betrieb und können energiewirtschaftliche Vorteile aufweisen. hpgruesen / Pixabay


Ein effektiver Klimaschutz erfolgt im Straßenverkehr vor allem über alternative Antriebe oder Kraftstoffe. Ein großes Problem beim CO2-Ausstoß ist vor allem der Straßengüterverkehr: Er stößt in Deutschland jährlich etwa 40 Millionen Tonnen CO2 aus, das sind rund ein Viertel der Treibhausgasemissionen des Verkehrs insgesamt. Ein Ende der Fahnenstange ist nicht erreicht, und trotz der Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene konstatieren das Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung ISI, das Öko-Institut und das ifeu - Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg: Der Handlungsdruck bei Lkw bleibt hoch.

Die Empfehlungen der Wissenschaftler: Strom- beziehungsweise batteriebetriebene elektrische Lkw, vor allem im Nah- und Regionalverkehr. Denn elektrische Lkw reduzieren Treibhausgasemissionen, senken Kosten im laufenden Betrieb und können energiewirtschaftliche Vorteile aufweisen. Dafür sei aber ein rasches, entschiedenes und verlässliches staatliches Handeln notwendig, so die Experten.

Ambitionierte Effizienzstandards für Lkw, eine an den CO2-Emissionen orientierte Ausgestaltung von Steuern und Abgaben sowie der Aufbau der notwendigen Infrastruktur seien erforderlich: "Richtungsentscheidungen der Akteure sind nur möglich, wenn der Staat zukunftsweisende Rahmenbedingungen für einen klimafreundlichen Straßengüterverkehr setzt", erläutert Florian Hacker, Verkehrsexperte am Öko-Institut. "Die Initiierung und Vorfinanzierung des frühen Infrastrukturausbaus für alternative Antriebe ist dabei ein zentrales Element."

Ein Grundversorgungsnetz für etwa 40.000 Lkw kann nach aktuellen Schätzungen je nach Antriebstechnologie bereits mit Gesamtinvestitionen zwischen etwa 2,5 bis 5,0 Milliarden Euro realisiert werden und somit bereits eine hohe Anzahl an Fahrzeugen entlang von Hauptkorridoren mit Energie versorgen. Neben den Treibhausgaseinsparungen für den Klimaschutz haben Oberleitungs- und batterieelektrische Lkw weitere Vorteile. So liegen ihre Kosten im laufenden Betrieb unter denen von Dieselfahrzeugen und sind deutlich niedriger als bei Brennstoffzellen-Fahrzeugen oder beim Einsatz von synthetischen Kraftstoffen in Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Sie kompensieren damit schnell höhere Anschaffungskosten für die Fahrzeuge und machen einen klimafreundlichen Güterverkehr im Markt konkurrenzfähig. Für das Energiesystem haben insbesondere Oberleitungs-Lkw Vorteile gegenüber anderen Technologien, da ihr Strombedarf niedriger ist als beim Einsatz synthetischer (strombasierter) Kraftstoffe und sich eher gleichmäßig über das Streckennetz verteilt.

"Wir verfügen heute über ausreichend Wissen, um die Vor- und Nachteile verschiedener Technologien für den Güterverkehr abzuwägen. Eine grundlegende Verbesserung der Wissensbasis ist in den nächsten Jahren nicht zu erwarten", fasst Julius Jöhrens, Projektleiter am ifeu - Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg zusammen. "Angesicht der Dringlichkeit und Größe der Herausforderung sollten marktnahe Technologien daher nun auch zügig im größeren Stil und mit der notwendigen staatlichen Unterstützung erprobt werden."

Der Artikel "Klimaschutz: Der Straßengüterverkehr bleibt ein Problem" wurde in der Rubrik NFZ & FUHRPARK mit dem Keywords "Lkw, Verkehr, Güterverkehr" von "Andreas Reiners" am 30. Oktober 2018 veröffentlicht.

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