Automobilindustrie

Alternative Antriebe: Subaru geht auch künftig Sonderwege

Auch im Zeitalter zunehmender Hybridisierung und Elektrifizierung will der japanische Kleinhersteller Subaru sein Glück in der Nische suchen.

Alternative Antriebe: Subaru geht auch künftig Sonderwege
mid Wien - Subaru Deutschland hat die Wirren um den Wechsel vom NEFZ- auf den WLTP-Messzyklus gut überstanden und blickt optimistisch in die Zukunft. Subaru


Auch im Zeitalter zunehmender Hybridisierung und Elektrifizierung will der japanische Kleinhersteller Subaru sein Glück in der Nische suchen. "Subaru wird weiterhin eigenständige Wege gehen. Boxermotor, Lineartronic, flache Bauweise, symmetrischer Allradantrieb - das sind Extravaganzen, die leisten wir uns erfolgreich seit vielen, vielen Jahren. Und diesen Weg werden wir weiter beschreiten", sagte Subaru-Deutschland-Geschäftsführer Christian Amenda bei einer Veranstaltung in Österreichs Hauptstadt Wien.

Subaru wird laut Amenda zum Beispiel auf keine Plug-and-play-Lösung eines anderen Herstellers zurückgreifen, wenn es bald darum geht, den so markentypischen Allradantrieb bei Hybridfahrzeugen über eine Kombination von Benzin- und Elektroantrieb für Vorder- und Hinterachse umzusetzen - wobei das intelligente Zusammenspiel nur für alle vier Räder funktioniert, solange die Batterien den Elektromotor mit Energie versorgen können. Noch gebe es hierfür keine konkreten technischen Lösungen. Aber: "Ich würde mich sehr wundern, wenn nicht alles versucht wird, auch da eine saubere und technisch interessante Lösung zu finden. Unsere Ingenieure wollen einfach Dinge entwickeln, die nicht immer unbedingt Mainstream sind."

Eine Absage erteilt Christian Amenda einer eventuellen Diesel-Renaissance, um künftige CO2-Grenzwerte einzuhalten. "Wir haben als erste Marke gesagt: Dem Diesel gehört für Subaru nicht die Zukunft." Mittlerweile wären mehrere Automobilhersteller nachgezogen und hätten sich der Meinung angeschlossen, dass Diesel keine langfristige Lösung mehr sein könne. Nur für den CO2-Ausstoß könnte der Diesel zwar kurzfristig hilfreich sein, aber in Kombination mit Stickoxiden oder Partikeln sei der Diesel wahnsinnig schwierig.

Und in der Akzeptanz: "Die aktuelle Fahrverbotsdiskussion sorgt beim Kunden für ein Ausweichverhalten. Ich denke, deshalb hat im Moment kein Hersteller eine erkennbare Motivation, dass Diesel eine Renaissance erfahren wird." Jeden Tag höre man neue Horror-News in Sachen Fahrverbot. Deshalb sei der Kunde sehr verunsichert. Und solange er andere Autos kaufen könne, tue er das auch weiterhin. Statt einer Rückkehr zum Diesel würden Subaru und andere Hersteller andere Technologien nach vorne bringen. Deshalb: "Vollgas für Hybride, Vollgas für Elektrotechnik."

Es warten große Herausforderungen auf die Hersteller und Importeure bei der Umstellung vom NEFZ- auf den neuen WLTP-Messzyklus. Trotz aller Schwierigkeiten, die damit verbunden gewesen seien, konnte Christian Amenda in Wien eine erfolgreiche Zwischenmeldung verkünden: "Subaru Deutschland konnte ziemlich geräuschlos weiterhin seine Stückzahlen auf die Straße bringen." So habe sich der Marktanteil im September 2018 sogar verdoppelt, "obwohl wir nicht mehr Autos verkaufen als üblicherweise. Wir waren einfach gut vorbereitet und haben so konstant unsere Fahrzeuge verkauft." Das sehe man auch an den Jahreswerten. Für 2018 liege Subaru schon leicht über Plan und über Vorjahresergebnis. Amenda zuversichtlich: "Wir werden 2018 noch besser abschließen können als vergangenes Jahr."

Der Sonderweg "Subaru" funktioniert - und das soll sich auch in einer hybridisierten und elektrifizierten Zukunft nicht ändern.

Ralf Schütze / mid

Der Artikel "Alternative Antriebe: Subaru geht auch künftig Sonderwege" wurde in der Rubrik NEWS mit dem Keywords "Automobilindustrie, Alternativer Antrieb, Umwelt, Auto, Elektromobilität" von "Ralf Schütze" am 12. Oktober 2018 veröffentlicht.

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