Auto

20. Mai: Die Hauptuntersuchung wird EU-konform

Nicht alles neu macht der 20. Mai. Doch ab diesem Tag müssen sich die Autofahrer auf einige neue Regelungen bei der Hauptuntersuchung (HU) einstellen. So gibt es etwa die Einstufung 'gefährlicher Mangel', außerdem werden Daten-Komponenten wie das elektronische Notrufsystem eCall in die Hauptuntersuchung mit einbezogen.

20. Mai: Die Hauptuntersuchung wird EU-konform
mid Groß-Gerau - "Gefährlicher Mangel": Autofahrer müssen ab dem 20. Mai mit einer zusätzlichen "Note" für ihr Auto rechnen. TÜV Süd


Nicht alles neu macht der 20. Mai. Doch ab diesem Tag müssen sich die Autofahrer auf einige neue Regelungen bei der Hauptuntersuchung (HU) einstellen. So gibt es etwa die Einstufung "gefährlicher Mangel", außerdem werden Daten-Komponenten wie das elektronische Notrufsystem eCall in die Hauptuntersuchung mit einbezogen. Hintergrund ist eine EU-Richtlinie, die technische Untersuchungen von Fahrzeugen in Europa weiter harmonisieren soll.

Laut Richard Goebelt, Leiter des Bereiches Fahrzeug & Mobilität beim TÜV-Verband, ist der "gefährliche Mangel" eine Zwischenstufe unterhalb der Kategorie "verkehrsunsicher". Ebenso wie die "erheblichen Mängel" bescheinige er "eine direkte und unmittelbare Verkehrsgefährdung oder Beeinträchtigung des Umweltschutzes". Darauf wird der Fahrzeughalter durch eine entsprechende Formulierung im Prüfbericht hingewiesen. Eine Fahrt direkt nach Hause, zur Reparatur oder zur HU-Nachprüfung innerhalb eines Monats ist aber noch zulässig. Wie bisher wird erst bei der Einstufung als "verkehrsunsicher" die Prüfplakette sofort entfernt und die Zulassungsbehörde informiert.

Die konkreten Prüfverfahren für Komponenten für die Datenkommunikation und Datenspeicherung sind laut Goebelt derzeit noch in der Entwicklung, Der TÜV-Verband setze sich bereits seit langem für eine zeitnahe gesetzliche Grundlage ein, um alle Fahrzeughersteller zu verpflichten, die relevanten Softwareinformationen für die elektronische Prüfung mit dem HU-Adapter bereit zu stellen.

Weitere Änderungen betreffen die Beschreibung und europaweite Harmonisierung einzelner Mängel, die an Fahrzeugen auftreten können. So ändert sich beispielsweise die Einstufung der für Verkehrssicherheit und Umweltschutz wichtigen Reifendruck-Kontrollsysteme (RDKS). Würden ab dem 20. Mai bei der Hauptuntersuchung funktionsunfähige oder stillgelegte Reifendruck-Kontrollsysteme festgestellt, dürfe keine Plakette mehr erteilt werden.

Der Artikel "20. Mai: Die Hauptuntersuchung wird EU-konform" wurde in der Rubrik NEWS mit dem Keywords "Auto, Hauptuntersuchung, Pkw" von "Rudolf Huber" am 17. Mai 2018 veröffentlicht.

auch in NEWS

Weitere Meldungen

  • Mondeo-Update auch als Hybrid-Kombi

    Mondeo-Update auch als Hybrid-Kombi

    Ford hat den Mondeo aufgefrischt und schickt die neuen Mittelklasse-Modelle zum Brüsseler Autosalon. Unter anderem

  • Teurer neuer Führerschein

    Teurer neuer Führerschein

    Wenn der Führerschein weg ist, wird's teuer. Nicht nur bei einschlägigen Verkehrsvergehen, sondern auch bei Verlust

  • Zuschuss für Abbiege-Helfer

    Zuschuss für Abbiege-Helfer

    Mit fünf Millionen Euro pro Jahr fördert das Bundesverkehrsministerium ab nächster Woche die freiwillige Nachrüstung

  • Viel Power im Schnee: Abt RS4+

    Viel Power im Schnee: Abt RS4+

    Das Pluszeichen macht's. Denn der von Abt Sportsline modifizierte Abt RS4+ bringt statt der serienmäßigen 450

Anzeige

Videos