Ratgeber Wildunfälle: In der Dämmerung kann es gefährlich werden

4Ratgeber Wildunfälle: In der Dämmerung kann es gefährlich werden
Wildunfall. Foto: Auto-Medienportal.Net/ADAC

Wildunfälle geschehen besonders häufig im April und Mai sowie im Spätherbst, aber auch sonst während des gesamten Jahres. Besonders in den Morgenstunden und am Abend müssen Autofahrer vorsichtig sein. Laut Unfallforschung der Versicherer (UDV) passieren die meisten Wildunfälle zwischen 5 und 8 Uhr sowie zwischen 17 Uhr und Mitternacht. Bei Dämmerung und Dunkelheit sind die Tiere am Straßenrand schlecht zu erkennen, gerade wenn ab Frühjahr die Vegetation austreibt und zusätzlichen Sichtschutz bieten kann.

Im vergangenen Jahr ereigneten sich laut Statistischem Bundesamt 2548 Unfälle mit Personenschaden, bei denen die Ursache Wild auf der Fahrbahn war. Damit stieg die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um mehr als sechs Prozent. In etwa 80 Prozent der Fälle ereignet sich eine Kollision mit einem Reh, jedes zehnte Tier ist ein Wildschwein.

In Gegenden mit hoher Wilddichte erinnert das Gefahrenzeichen ,,Wildwechsel" daran, aufmerksam zu sein und die Geschwindigkeit entsprechend anzupassen. Dennoch ist in Waldstücken und ländlichen Gegenden generell mehr Aufmerksamkeit gefragt. Bei einer Begegnung mit einem Reh oder Wildschwein auf der Straße, sollten Autofahrer in keinem Fall die Tiere überholen oder riskante Ausweichmanöver starten. Sie können dabei schnell die Kontrolle über das Fahrzeug verlieren und in den Gegenverkehr geraten oder gegen einen Baum prallen.

Überquert ein Tier die Fahrbahn und lässt es der nachfolgende Verkehr zu, gilt für Autofahrer, bremsen, abblenden und hupen, damit die Tiere fliehen können. Hier ist auch auf eventuell nachfolgende Tiere zu achten. Ist eine Kollision mit den querenden Tieren nicht mehr zu vermeiden, heißt es, Lenkrad festhalten und so stark wie möglich abbremsen. Wird dabei ein Wildtier verletzt oder getötet, wird die Unfallstelle abgesichert und die Polizei sowie Forstverwaltung informiert. Dies gilt auch, wenn das Tier nur verletzt oder in den Wald geflüchtet ist. Wer ein getötetes Tier mitnimmt, macht sich der Wilderei schuldig und muss mit empfindlichen Strafen rechnen. (ampnet/Sm)

Der Artikel "Ratgeber Wildunfälle: In der Dämmerung kann es gefährlich werden" wurde in der Rubrik VERKEHR mit dem Keywords "Wildunfälle" von "ampnet" am 7. April 2018 veröffentlicht.

auch in VERKEHR

Weitere Meldungen

  • Mondeo-Update auch als Hybrid-Kombi

    Mondeo-Update auch als Hybrid-Kombi

    Ford hat den Mondeo aufgefrischt und schickt die neuen Mittelklasse-Modelle zum Brüsseler Autosalon. Unter anderem

  • Teurer neuer Führerschein

    Teurer neuer Führerschein

    Wenn der Führerschein weg ist, wird's teuer. Nicht nur bei einschlägigen Verkehrsvergehen, sondern auch bei Verlust

  • Zuschuss für Abbiege-Helfer

    Zuschuss für Abbiege-Helfer

    Mit fünf Millionen Euro pro Jahr fördert das Bundesverkehrsministerium ab nächster Woche die freiwillige Nachrüstung

  • Viel Power im Schnee: Abt RS4+

    Viel Power im Schnee: Abt RS4+

    Das Pluszeichen macht's. Denn der von Abt Sportsline modifizierte Abt RS4+ bringt statt der serienmäßigen 450

Anzeige

Videos