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Insignia Cross Country: Opels Landliebe

Mit dem Country Tourer präsentiert Opel die kernige Lifestyle-Variante der Insignia-Familie und führt zugleich einen neuen Biturbo-Diesel ein. Außerdem geben die Rüsselsheimer Gas in Sachen Individualisierung. Der mid hat ausprobiert, wie sich der Insignia für Daddy Cool fahren lässt.

7Insignia Cross Country: Opels Landliebe
mid Genf - Opels Neuer fürs Grobe: der Insignia Country Tourer. Mirko Stepan / mid


Mit dem Country Tourer präsentiert Opel die kernige Lifestyle-Variante der Insignia-Familie und führt zugleich einen neuen Biturbo-Diesel ein. Außerdem geben die Rüsselsheimer Gas in Sachen Individualisierung. Der mid hat ausprobiert, wie sich der Insignia für Daddy Cool fahren lässt.

Den Insignia Country Tourer gibt es in vier Motorenvarianten. Als Einstiegs-Aggregate fungieren ein 1,5-Liter-Turbobenziner mit 121 kW/165 PS (ab 34.885 Euro) und ein 2,0-Liter-Turbodiesel mit 125 kW/170 PS. Zusätzlich bietet Opel einen 2,0-Liter Turbobenziner mit 191 kW/260 PS an und einen neu entwickelten Biturbo-Diesel, der 154 kW/210 PS leistet und mit satten 480 Newtonmeter Drehmoment bei 1.500 Umdrehungen je Minute aufwartet. Die beiden Top-Aggregate gibt es jeweils in Verbindung mit adaptivem Allradantrieb und neuer 8-Stufen-Automatik.

Deren Zusammenspiel funktioniert bestens, der Automat schaltet die Gänge geschmeidig und ruckfrei durch. Beim Top-Benziner dauert es leider einen Moment zu lange, bis nach dem Tritt aufs Gaspedal etwas passiert, was aber am Ansprechverhalten des Motors liegt. Der Diesel gönnt sich diese Atempause nicht. Der Offroad-Kombi sprintet dynamisch los und wirkt dabei agiler als der Top-Benziner mit 50 PS mehr unter der Haube. Der Biturbo wird beim Beschleunigen nie unangenehm laut oder brummig, sondern bleibt mit seinem tiefen Motorengeräusch dezent im Hintergrund. Überhaupt ist der Insignia sehr gut von der Außenwelt abgeschottet, was ihn - dank der großzügigen Platzverhältnisse - zu einem echten Reiseauto macht. Bis zu 1.665 Liter passen bei umgelegter Rückbank in den Kofferraum.

Der Country Tourer ist also bestens geeignet, um Kilometer zu schrubben. Das gegenüber dem Standard-Insignia um 2,5 Zentimeter höhergelegte und für das Auto entsprechend abgestimmte Fahrwerk schluckt quasi jede Unebenheit weg. Und dank Alu-Unterfahrschutz kann der Fahrer auch getrost abseits asphaltierter Straßen fahren, vor allem, wenn Allrad an Bord ist, was bei den allermeisten Country Tourern der Fall sein wird. Nur wenige Kunden entscheiden sich ausschließlich wegen der Optik für das Auto, sondern wollen auch seine Offroad-Eigenschaften im Paket haben. Allrad ist also Pflicht. Dann sind auch die wählbaren Fahrmodi an Bord, die zum adaptiven Fahrwerk gehören, das bei Opel "FlexRide" heißt. Im Sport-Modus ist der Cross Country etwas straffer ausgelegt und hängt früher am Gas, im Tour-Modus weicher, aber ohne schwammig zu wirken. Dazu lassen sich die Modi individualisieren, also beispielsweise eine sportlichere Lenkungseinstellung mit der weicheren Dämpfungsvariante kombinieren. Ohne Fahrmodus-Auswahl wählt das System eigenständig die beste Einstellung.

Ein wichtiges Thema bei modernen Autos ist "Individualisierung". Das hat Opel auch beim Insignia Cross Country groß geschrieben, denn die Rüsselsheimer führen mit ihm die "Exklusive"-Linie ein. Hier lassen sich auch wilde Farbwünsche in die Tat umsetzen oder anstatt Chrom-Teile schwarz eloxierte Zierleisten ordern, so dass jeder Insignia Cross Tourer als Unikat vorfährt, sofern nicht ein anderer Kunde den selben Geschmack hatte.

Erwähnenswert ist - neben den zahlreichen Assistenzsystemen wie Abstandstempomat mit automatischer Gefahrbremsung sowie einem variablen Head-Up-Display - auch das LED-Matrix-Licht mit 32 LED-Segmenten und das Torque-Vectoring-System. Anstatt das Auto in brenzligen Situationen mit einem Bremseingriff in der Spur zu halten, schickt das System mehr Drehmoment ans kurvenäußere Rad und drückt das Auto so in die Spur. Der Fahrer merkt davon nichts, es fühlt sich im Gegenteil sehr sportlich an, wenn der Insignia so unterstützt zügig durch Kurven zieht. Der Allradantrieb verteilt die Kraft je nach Bedarf auf beide Achsen, so dass der Gelände-Kombi auch bei schlechter Witterung problemlos vorwärts kommt. Der Selbstversuch auf einem zugeschneiten Parkplatz zeigt: Das Allradsystem erfüllt seinen Zweck. Vor allem Wintersportlern oder Menschen, die in bergigen Gegenden zuhause sind, dürfte also die robuste Variante des Opel-Flaggschiffs gefallen. Wobei sich die Rüsselsheimer sicher auch nicht gegen Bestellungen von echten Flachland-Tirolern sträuben werden.

Mirko Stepan / mid

Technische Daten Opel Insignia Country Tourer 2.0 BiTurbo Diesel

Fünftüriger, fünfsitziger Kombi, Länge/Breite/Höhe/Radstand in Millimeter: 5.004/2.093 (mit Außenspiegeln)/1.525/2.829, Leergewicht: ab 1.807 kg, Zuladung: 573 kg, Tankinhalt: 62 l, Kofferraumvolumen: 560-1.665 l.

Antrieb: Vierzylinder-Biturbo-Diesel, Hubraum: 1.956 ccm, Leistung: 154 kW/210 PS bei 4.000 U/min, maximales Drehmoment: 480 Nm bei 1.500 U/min, 0-100 km/h: 8,2 s, Höchstgeschwindigkeit: 228 km/h, 8-Gang-Automatikgetriebe, adaptiver Allradantrieb, Durchschnittsverbrauch: 7,2 l, CO2-Ausstoß: 191 g/km, Abgasnorm: Euro 6, Preis: ab 42.725 Euro.

Der Artikel "Insignia Cross Country: Opels Landliebe" wurde in der Rubrik NFZ & FUHRPARK mit dem Keywords "Auto, Test, Kombi, Mittelklasse, Allrad" von "Mirko Stepan" am 15. November 2017 veröffentlicht.

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