Verkehr

Sekundenschlaf - die unterschätzte Gefahr

Die Zahl ist erschreckend: Gut ein Viertel aller Autofahrer ist schon mindestens ein Mal am Steuer eingeschlafen, so eine aktuelle Umfrage. Weiteres Ergebnis, so der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR): Viele Autofahrer überschätzen ihre Kondition - und das kann gefährlich werden.

Sekundenschlaf - die unterschätzte Gefahr
mid Groß-Gerau - Gefährliches Gähnen: Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) warnt vor Müdigkeit am Steuer. DVR


Die Zahl ist erschreckend: Gut ein Viertel aller Autofahrer ist schon mindestens ein Mal am Steuer eingeschlafen, so eine aktuelle Umfrage. Weiteres Ergebnis, so der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR): Viele Autofahrer überschätzen ihre Kondition - und das kann gefährlich werden.

Die Vorstufen des Sekundenschlafs sind den meisten Autofahrern bekannt und vertraut: "41 Prozent müssen häufig gähnen, 40 Prozent oft blinzeln, da die Augen anfangen zu brennen, und 24 Prozent können sich schwer auf die Straße konzentrieren, da die Gedanken abschweifen", so ein DVR-Sprecher. So richtig ernst nehmen die Betroffenen diese Warnsignale aber offenbar nicht. Denn 45 Prozent der Befragten glauben, Müdigkeit durch ihre Erfahrung ausgleichen zu können. Und 43 Prozent der Befragten sind überzeugt, den Zeitpunkt des Einschlafens sicher vorhersehen zu können. Eine krasse Fehleinschätzung. Vor allem, weil die meisten Autofahrer bei akuter Müdigkeit die falschen Maßnahmen ergreifen: 60 Prozent der Befragten lassen frische Luft durch das offene Fenster rein, 38 Prozent trinken koffeinhaltige Getränke und 30 Prozent drehen die Musik lauter. Doch auch durch derartige Tricks kann akute Müdigkeit hinter dem Steuer nicht langfristig überwunden werden. Hilfreicher ist es, eine Pause einzulegen, auf einem Parkplatz zehn bis 20 Minuten zu schlafen oder den Kreislauf durch Bewegung in Schwung zu bringen.

Der Artikel "Sekundenschlaf - die unterschätzte Gefahr" wurde in der Rubrik VERKEHR mit dem Keywords "Verkehr, Ratgeber, Statistik" von "Rudolf Huber" am 21. Juni 2017 veröffentlicht.

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